Technologieaktien sind seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar um mehr als 7 % eingebrochen, wobei neue Handelsmaßnahmen einen Handelskrieg auslösten und die Risikoaversion an der Wall Street weiter anheizten. Ökonomen haben gewarnt, dass der Handelsstreit die Inflation anheizen und weltweit Schockwellen auslösen könnte, was Anleger dazu veranlassen könnte, profitable Aktien zu verkaufen, um das Risiko zu verringern.


Die Sorgen haben die Technologieaktien in Mitleidenschaft gezogen, die seit Trumps Wahl zum Präsidenten den Markt anführten. Der Technologiesektor des S&P 500 fiel am Dienstag um 1 %, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung um 3,5 % gefallen war. Der Sektor ist seit Trumps Amtsantritt um 7,6 % gefallen.

Für führende Technologieunternehmen wie Apple und Nvidia, die ihre Produkte außerhalb der USA zusammenbauen und fertigen, könnte der Handelskrieg ihre Herstellungskosten erheblich erhöhen.

Nvidia, der führende Hersteller von Chips für künstliche Intelligenz, verzeichnete am Montag einen Rückgang des Aktienkurses um fast 9 % und ist seit Trumps Amtsantritt um mehr als 17 % eingebrochen. Seine Aktien rutschten am Dienstag weiter ab.

Das Unternehmen stellt die meisten seiner Chips in Taiwan her, stellt aber auch anderswo einige komplexere Systeme her. Nvidia sagte, es plane, einige Chips in einer US-amerikanischen Fabrik zu produzieren, wie TSMC am Montag angekündigt hatte.

Auch Halbleiteraktien entwickelten sich unterdurchschnittlich: Der Wind Semiconductor ETF verlor seit Trumps Amtsantritt fast 14 %. Die Aktien von AMD Semiconductor fielen um etwa 20 %, während die von Broadcom und Marvell Technology um mehr als 21 % bzw. 31 % fielen.

Große Technologieaktien und das von Elon Musk unterstützte Tesla haben seit Trumps Amtsantritt ein Drittel ihres Wertes verloren. Die Aktien der Google-Muttergesellschaft Alphabet fielen um etwa 15 %, und Microsoft und Amazon fielen jeweils um mindestens 10 %. Apple-Aktien stiegen um 3 %.

Am Montag machte Trump die Hoffnungen auf einen möglichen Last-Minute-Deal zunichte und machte den Weg für eine Steuer von 25 % für Kanada und Mexiko frei. Trump sagte, dass es nach wochenlangen Verhandlungen „keinen Raum“ gebe, um über andere Optionen zu diskutieren.

Kanada sagte, es werde bereits am Dienstag Vergeltungszölle einführen, und Mexiko bereitete sich darauf vor, am Sonntag Pläne für Vergeltungsmaßnahmen vorzulegen.