Christine Hunsicker ist die Gründerin von CaaStle, einem Modeverleihunternehmen mit dem Slogan „Clothing as a Service“. Da sich ihr Geschäft um ein Abonnementmodell dreht, bei dem Menschen Kleidung mieten statt kaufen können, wird die innovative Idee dahinter als bahnbrechend für den Einzelhandel angesehen. Obwohl sich Hunsik in der Welt der Modetechnologie einen Namen gemacht hat, geriet sie in letzter Zeit in Schwierigkeiten, da ihr mehrere Anklagen wegen Betrugs von Investoren und der Verwendung falscher Informationen zur Beschaffung von mehr als 300 Millionen US-Dollar vorgeworfen wurden.

Christine Hunsicker wurde mit ihrem Bekleidungsverleih-Startup CaaStle berühmt, aber was genau sich hinter den Kulissen abspielt, bleibt unklar. Sie wurde am Freitag wegen des Verdachts festgenommen, Investoren betrogen und durch Täuschung und Lügen mehr als 300 Millionen US-Dollar an Finanzierungen erhalten zu haben. Gerade als das Unternehmen kurz vor dem Bankrott stand und kläglich scheiterte, zeichnete Hunsik den Anlegern ein völlig anderes Bild und prahlte damit, wie brillant die Leistung des Unternehmens sei. Darüber hinaus hat Hunsik auch die Einnahmen des Unternehmens und die von CaaStle gehaltenen Barreserven überbewertet, doch die Realität sah völlig anders aus.
Der US-Staatsanwalt Jay Clayton sagte am Freitag in einer Erklärung, dass das Unternehmen an mehreren Fronten Betrug begangen und seine finanzielle Lage falsch dargestellt habe. Clayton sagte:
Christine Hunsicker hat Investoren durch gefälschte Dokumente, falsche Prüfungen und wesentliche falsche Darstellungen der Finanzlage des Unternehmens um Hunderte Millionen Dollar betrogen.
Den gegen sie erhobenen Vorwürfen zufolge blieben ihre falschen Informationen bestehen, selbst nachdem der Vorstand von CaaStle Hunsik als Vorsitzenden abgesetzt und ihr gesagt hatte, sie solle keine weiteren Investitionen tätigen. Obwohl Hunsik große Anstrengungen unternahm, um diesen Weg zu vermeiden, versuchte sie dennoch, Geld zu sammeln. Hunsiks Anwälte scheinen die Vorwürfe gegen sie zu widerlegen und legen in einer Erklärung ihre Sicht der Dinge dar. Die Aussage lautet wie folgt:
Obwohl Frau Hunsick gegenüber dem US-Staatsanwalt für den Südbezirk von New York und der SEC uneingeschränkt kooperativ und transparent war, haben sie sich entschieden, der Öffentlichkeit in der heutigen Anklageschrift ein unvollständiges und zutiefst verzerrtes Bild zu präsentieren. Diese Geschichte hat noch viel mehr zu bieten und wir freuen uns darauf, Ihnen alles darüber zu erzählen.
Obwohl Christine Hunsicker im April zurücktrat, nachdem ihr der Vorstand von CaaStle Fehlverhalten und Betrug vorgeworfen hatte, stellte sich Hunsicker am Freitag. Später erschien sie vor dem Bundesgericht in Manhattan und bekannte sich in mehreren Anklagepunkten nicht schuldig. Im Falle einer Verurteilung drohen Hunsik wegen mehrerer Anklagepunkte jahrelange Gefängnisstrafen.