Apple erweitert sein Alterseinstufungssystem für Apps. Das Unternehmen gab am Donnerstag bekannt, dass es sein Alterseinstufungssystem aktualisiert habe, um die Alterseinstufungen 13+, 16+ und 18+ zu den bestehenden Einstufungen 4+ und 9+ hinzuzufügen und die Altersgruppen 12+ und 17+ zu entfernen. Darüber hinaus müssen App-Entwickler eine Reihe neuer Fragen zur Alterseinstufung beantworten, um sensible Inhalte in ihren Apps zu identifizieren. Auf Wunsch können Entwickler auch die Altersfreigabe ihrer App auf eine der neuen Optionen aktualisieren.

Das Unternehmen gab an, alle Apps und Spiele im App Store automatisch aktualisiert zu haben, um sie an das neue System anzupassen, das in der Betaversion für iOS 26, iPadOS 26, macOS Tahoe 26, tvOS 26, visionOS 26 und watchOS 26 verfügbar ist. Die öffentliche Betaversion ging gestern online und die offizielle Version wird im September für alle Kunden verfügbar sein.

Im Rahmen des aktualisierten Systems müssen Entwickler Apple über ihre In-App-Steuerelemente und App-Funktionen informieren, Fragen zu medizinischen und gesundheitlichen Themen beantworten und offenlegen, ob ihre Apps oder Spiele Gewaltthemen enthalten. Apple berechnet dann die entsprechende Altersfreigabe, die Entwickler in App Store Connect einsehen und ändern können.

Bewertungen sollen Eltern eine genauere Orientierung darüber geben, welche Apps ihre Kinder herunterladen möchten, und verhindern, dass Kinder Apps außerhalb ihrer Altersgruppe installieren. Auf Apples Seite empfiehlt der App Store keine Apps in Registerkarten wie „Redaktion“, „Heute“, „Spiele“ und „Apps“, wenn diese nicht altersgerecht für die Kinder sind, die das Gerät verwenden.

Die erweiterte Altersspanne ist Teil einer umfassenderen Aktualisierung des Kindersicherheitsplans, die Anfang des Jahres angekündigt wurde. Für Eltern erleichtert Apple die Einrichtung von Kinderkonten und die Weitergabe der Altersinformationen ihrer Kinder. Diese Daten werden an App-Entwickler weitergegeben, um die Bereitstellung altersgerechter Inhalte zu unterstützen. (Einige der Änderungen an Kinderkonten wurden erstmals in der öffentlichen Betaversion 18.4 eingeführt, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde.)

Die Produktlisten im App Store werden ebenfalls aktualisiert und enthalten nun weitere Informationen, die Erziehungsberechtigten helfen sollen, festzustellen, ob eine App oder ein Spiel für ihr Kind oder ihren Teenager geeignet ist. Erziehungsberechtigte werden beispielsweise benachrichtigt, wenn eine App nutzergenerierte Inhalte oder Werbung enthält, da in beiden Situationen kleine Kinder mit Inhalten für Erwachsene in Berührung kommen könnten. Darüber hinaus erhalten Erziehungsberechtigte auch Benachrichtigungen, wenn die App eine integrierte Kindersicherung bietet.

Eine Erhöhung der Altersfreigabe einer App kann deren Beliebtheit und Verbreitungsraten verringern, was App-Entwickler möglicherweise dazu verleitet, Kindersicherungen oder andere altersgerechte Funktionen einzuführen.

Die Änderungen am App Store erfolgen vor dem Hintergrund wachsender gesetzgeberischer Kontroversen auf Landes- und Bundesebene darüber, wie Kinder online geschützt werden können. Verschiedene US-Bundesstaaten haben neue Gesetzentwürfe und Gesetze erlassen, die App-Store-Betreiber dazu verpflichten, das Alter von Kindern zu überprüfen, um die Zustimmung der Eltern zum Herunterladen von Apps einzuholen. Apple und Google ziehen es vor, dass App-Entwickler den Prozess der Altersüberprüfung selbst durchführen, aber große Technologieunternehmen wie Meta haben sich bei App-Stores dafür eingesetzt, die Altersüberprüfung selbst zu übernehmen.

Bei der Lösung von Apple handelt es sich um ein System, das die persönlichen Daten von Kindern, wie z. B. das Geburtsdatum, schützt, indem es eine Entwickler-API bereitstellt, die Kindern Zugriff auf die altersspezifischen Informationen gibt, die sie benötigen, um ihr App-Erlebnis besser anzupassen. Da diese Informationen von den Eltern bei der Einrichtung eines neuen Geräts bereitgestellt werden, sind sie genauer als Kinder, die ihren Geburtstag oder ihr Alter direkt in die App eingeben und möglicherweise über ihr Alter lügen, um das volle App-Erlebnis nutzen zu können.

Um dies zu erreichen, müssen sich Entwickler jedoch für die Integration mit der neuen API entscheiden.