Ecosia, eine gemeinnützige Suchmaschine mit Hauptsitz in Deutschland, hat Google offiziell ein Übernahmeangebot unterbreitet, in der Hoffnung, für 0 US-Dollar die Kontrolle über den Chrome-Browser zu erlangen, wird Google jedoch künftig eine Gewinnbeteiligung von 40 % gewähren.

Die Beliebtheit der Ecosia-Suche ist auf das Engagement des Unternehmens für den Umweltschutz zurückzuführen. Das Unternehmen verwendet den Großteil seines Gewinns (nach Abzug der Betriebskosten) für das Pflanzen von Bäumen. Derzeit hat Ecosia 237 Millionen Bäume gepflanzt.

Der Erwerb von Chrome für 0 US-Dollar ist kein zielloser Schachzug von Ecosia. Im Gegenteil, Ecosia hofft, die Kontrolle über Chrome zu erlangen und es in eine Stiftung umzuwandeln. Ecosia wird für die nächsten 10 Jahre die operative Verantwortung für den Chrome-Browser übernehmen, während Google seine Eigentums- und geistigen Eigentumsrechte behält.

Gemäß der Vereinbarung wird Ecosia nach der Übernahme der Kontrolle über Chrome etwa 60 % des Gewinns für Klima- und Umweltprojekte verwenden, die restlichen 40 % des Gewinns werden direkt an Google weitergeleitet und Ecosia wird im gesamten Prozess keine Gebühren erheben (einschließlich der eigenen tatsächlichen Betriebskosten).

Ecosia prognostiziert sogar, dass Chrome in den nächsten 10 Jahren einen Umsatz von 1 Billion US-Dollar generieren kann, was Google einen Gewinnanteil von 400 Milliarden US-Dollar bescheren würde. Obwohl es beeindruckend erscheint, stellt sich die Frage, wie Chrome jedes Jahr einen Gewinn von umgerechnet 100 Milliarden US-Dollar erzielen kann.

Oberflächlich betrachtet ist dieses 0-Dollar-Akquisitionsangebot tatsächlich unrealistisch und die Aussicht auf einen endgültigen Erfolg scheint nicht hoch, aber es ist vielleicht keine schlechte Sache für Google, Chrome an einen gemeinnützigen Konkurrenten zu übergeben, zumindest in der öffentlichen Meinung kann dies die Einstellung aller gegenüber Google verbessern.