Australien gehört zusammen mit den USA, dem Vereinigten Königreich, Kanada und Neuseeland der Allianz „Five Eyes“ an, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen Geheimdiensten zu fördern. Vertreter in Canberra arbeiten derzeit daran, diese Zusammenarbeit durch eine neue Cloud-Plattform zu stärken, die den „sofortigen“ Datenaustausch verbessern und ermöglichen soll.
Australien beteiligt sich an einem „streng geheimen“ Projekt zur Entwicklung einer nachrichtendienstlichen Cloud-Computing-Plattform mit dem Hauptzweck, den Informations- und Datenaustausch mit den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich zu verbessern. Laut dem australischen Geheimdienstdirektor Andrew Shearer verfügen die britischen und US-amerikanischen Behörden bereits über eigene Cloud-Plattformen für Geheimdienstdaten.
Bei einer Veranstaltung des Center for Strategic & International Studies in Washington, D.C. diskutierte Shearer die drei Cloud-Plattformen und ihre gemeinsamen Ziele. Er erwähnte, dass Australien hart daran arbeite, ein „streng geheimes Cloud-Programm“ zu starten. Nach ihrer Fertigstellung wird die Plattform mit ähnlichen Infrastrukturen in Washington und London interoperabel sein und den nahezu sofortigen Austausch sensibler Daten ermöglichen.
Shearer sagte, Australiens Cloud-Initiative werde die Arbeitsweise der Geheimdienste verändern. Darüber hinaus wird ein „gemeinsamer Kooperationsraum“ für die Geheimdienste der „Five Eyes“-Länder eingerichtet, um das Gefühl der Zusammenarbeit als „echte Gemeinschaft“ zu stärken.
Der australische Geheimdienstchef hat einen großen Wandel in der Geheimdienstgemeinschaft hervorgehoben – die Fähigkeit, zusammenzuarbeiten, um große Datenmengen zu sammeln und auszutauschen. Er betonte, dass Australien angesichts der bereits etablierten Intelligence-Cloud-Programme wertvolle Erkenntnisse aus den USA und dem Vereinigten Königreich gewinnen könne.
Shearer befasste sich auch mit verschiedenen Beschaffungsregeln und empfahl die Einführung gemeinsamer Hardware- und Softwarestandards, um eine reibungslosere Zusammenarbeit und Datenfreigabe zu ermöglichen. Hiller ist der Ansicht, dass die gesamte „Five Eyes“-Community der Festlegung gemeinsamer Standards für Informationstechnologie Priorität einräumen sollte.
Shiller erkannte die Herausforderungen an, vor denen die Geheimdienste stehen, und betonte, dass es „ein Muss“ sei, eine Cloud-ähnliche Infrastrukturinteroperabilität zwischen den Five Eyes-Ländern zu erreichen. Er äußerte auch Zweifel an der Wirksamkeit von Algorithmen der künstlichen Intelligenz bei der Unterstützung von Geheimdiensten. Trotz der Fortschritte gehen Sicherheitsanalysten ihrer Arbeit nach wie vor mit der Sorge nach, wichtige Informationen zu verpassen, und Shearer ist davon überzeugt, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz keine Garantie gegen solche Fehler darstellt.