Samsung Electronics und ASML haben am Dienstag eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam 1 Billion Won (762 Millionen US-Dollar) in den Bau eines Forschungszentrums in Südkorea zu investieren, um modernste Halbleiterfertigungstechnologie unter Verwendung von Lithographiemaschinen im extremen Ultraviolett (EUV) zu entwickeln. Neben Samsung Electronics hat auch ein weiterer südkoreanischer Chipriese, SK Hynix, eine Vereinbarung mit ASML getroffen. Die beiden Parteien werden bei der Entwicklung einer Wasserstoffrückgewinnungstechnologie zusammenarbeiten, um den Energieverbrauch zu senken und Kosten während des Chipherstellungsprozesses zu sparen.

ASML ist ein niederländischer Hersteller von Halbleiterausrüstung mit Hauptsitz in Veldhoven, Niederlande. Es ist der einzige Hersteller von Lithographiegeräten für extremes Ultraviolett auf der Welt. Das Unternehmen ist in 16 Ländern tätig.

1996 eröffnete das Unternehmen sein erstes Büro in Südkorea. Derzeit verfügt das Unternehmen über Fabriken in Hwaseong, Icheon und Pyeongtaek in der Provinz Gyeonggi sowie in Cheongju in der Provinz Chungcheongbuk.

Es wird berichtet, dass Samsung Electronics, Intel, TSMC usw. alle die extrem ultraviolette Lithographieausrüstung des Unternehmens gekauft haben, die für die Massenproduktion fortschrittlicher Halbleiter von 5 Nanometern bis 7 Nanometern und darunter erforderlich ist. Berichten zufolge verfügte die Produktionsstätte von TSMC in Taiwan im letzten Jahr über etwa 100 EUV-Geräte, während Samsung über etwa 40 EUV-Geräte verfügte.

Derzeit konkurrieren globale Chiphersteller um Bestellungen für EUV-Geräte von ASML, deren Angebot knapp ist. Im vergangenen Jahr verkaufte das Unternehmen 42 EUV-Geräte zu einem Preis von jeweils 250 bis 300 Milliarden Won.

Ende September dieses Jahres veröffentlichte der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo einen aktuellen Umfragebericht, in dem es heißt, dass ASML seine prognostizierte Auslieferung von Extrem-Ultraviolett-Lithografiemaschinen deutlich um etwa 20–30 % reduzieren könnte. Als Grund für den starken Rückgang der Auslieferungen sieht er vor allem das Ende der Home-Office-Nachfrage und den allmählichen Rückgang der Attraktivität neuer Spezifikationen (Apple-Silicon-Chips und Mini-LED-Displays) für Nutzer.