Google gab heute bekannt, dass es ab dem 4. Januar 2024 eine lang erwartete Bereinigung von Internet-Cookies durchführen wird. Zunächst werden Cookies für 1 % der Chrome-Nutzer, also etwa 30 Millionen Menschen, deaktiviert. In der zweiten Jahreshälfte wird Google Cookies für alle Nutzer abschaffen. Bereits im Jahr 2020 kündigte Google an, die Unterstützung des Chrome-Browsers für Drittanbieter-Cookies schrittweise auslaufen zu lassen, mit der Begründung, dass Nutzer höhere Anforderungen an Privatsphäre und Datenkontrolle hätten.

Nachdem die Unterstützung für Cookies von Drittanbietern eingestellt wurde, plant Google, seine „Privacy Sandbox“-Technologie zu fördern. Aufgrund von Beschwerden von Verlagen und Ad-Tech-Unternehmen hat Google den Termin für das Verbot von Cookies jedoch wiederholt verschoben.

Google gab heute bekannt, dass es ab dem 4. Januar nächsten Jahres mit dem Testen seiner neuen Tracking-Schutzfunktion, bekannt als „Privacy Sandbox“-Technologie, beginnen wird. Standardmäßig verhindert diese Funktion, dass Websites auf Cookies von Drittanbietern zugreifen. Es richtet sich zunächst nur an eine kleine Gruppe von Chrome-Nutzern, etwa 1 % der Welt. Im zweiten Halbjahr 2024 wird Google die Verwendung von Drittanbieter-Cookies schrittweise für alle Nutzer einstellen.

Im Vergleich zu anderen Webbrowsern scheint Googles „Privacy Sandbox“-Technologie ein Segen für datenschutzbewusste Nutzer und das Werbetreibende insgesamt zu sein, doch Googles Konkurrenten und Datenschutzbefürworter sind von der Technologie nicht ganz überzeugt.

Unterdessen beobachten Regulierungsbehörden, darunter die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA), die Technologie genau, um sicherzustellen, dass sie Google keinen unfairen Wettbewerbsvorteil verschafft, etwa beim Verkauf von Anzeigen.