Der Staat New York hat kürzlich eine neue Verordnung verabschiedet, die Social-Media-Plattformen dazu verpflichtet, Aufforderungen ähnlich den Gesundheitswarnungen von Zigaretten zu Funktionen anzuzeigen, die als süchtig machend oder räuberisch gelten, und sich darauf konzentriert, daran zu erinnern, dass solche Funktionen die psychische Gesundheit von Teenagern schädigen können.

Der Gesetzentwurf, der im Juni von der New York State Legislature verabschiedet und am Freitag von Gouverneurin Kathy Hochu unterzeichnet wurde, gilt für jede Plattform, die Funktionen wie unendliches Scrollen, automatische Wiedergabe wie Zählen oder algorithmische Feeds bietet. Sobald ein Nutzer zum ersten Mal mit diesen Funktionen in Berührung kommt, muss die Plattform sofort eine Warnmeldung anzeigen und diese bei der späteren Nutzung regelmäßig erneut aufrufen.
Hochu sagte in einer Erklärung, dass seit seinem Amtsantritt die „Sicherheit der New Yorker“ für ihn oberste Priorität habe, wozu auch die Verhinderung von Social-Media-Funktionen gehört, die zu übermäßiger Nutzung ermutigen und Kindern psychischen Schaden zufügen können. Das Gesetz sieht vor, dass die Warnpflicht erfüllt werden muss, solange die entsprechende Plattform im Bundesstaat New York aufgerufen wird. Im Vorjahr hatte Huo Chu zwei Gesetzesentwürfe zum Schutz Minderjähriger vor dem negativen Einfluss sozialer Medien unterzeichnet, die eine Ausweitung und Verbesserung der Aufsicht des Staates New York über die Online-Umgebungen Minderjähriger darstellten.
Die Besorgnis über die Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen hat in den letzten Jahren weltweit weiter zugenommen, und Regierungen in vielen Ländern und Staaten beschleunigen die Verabschiedung von Gesetzen, um einzugreifen. Kalifornien in den Vereinigten Staaten hat einen ähnlichen Gesetzentwurf mit Warnhinweisen für soziale Medien vorgeschlagen, während Australien in diesem Jahr das erste Land der Welt war, das Kindern offiziell die Nutzung sozialer Medien verbietet, und Dänemark treibt ebenfalls den Gesetzgebungsprozess voran, um Benutzern unter 15 Jahren die Nutzung sozialer Medien zu verbieten.
Auch auf US-Ebene hat das Gesundheitsamt der Bundesregierung eine Warnung herausgegeben: Der US-Gesundheitsminister hat zuvor öffentlich gefordert, soziale Medien ähnlich wie Zigaretten in die Warnhinweisverwaltung einzubeziehen, und mehrere Forschungsdaten zitiert, um darauf hinzuweisen, dass die häufige Nutzung sozialer Plattformen durch Teenager mit einem erhöhten Risiko für Angstzustände und Depressionen verbunden ist. Experten betonen, dass die Gefährdung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch soziale Medien ein komplexes Ergebnis der Überlagerung mehrerer Faktoren ist. Die relevanten Wirkungsmechanismen werden noch kontinuierlich erforscht, darunter Suchtdesign, Vergleichs- und Mobbingkultur, Schlafstörungen und die verstärkende Wirkung von Algorithmusempfehlungen auf Emotionen usw.
Nach der Umsetzung der neuen Vorschriften des Staates New York werden große Plattformen wie Meta, Snap und TikTok direkt eingeschränkt. Derzeit haben die betreffenden Unternehmen nicht öffentlich zu diesem Thema reagiert. Die Medien haben Anfragen nach Kommentaren an mehrere Plattformbetreiber gesendet. Die Branche geht davon aus, dass es möglicherweise zu einem neuen Wettbewerb um den konkreten Inhalt des Warntextes, die Auslösehäufigkeit und die technischen Umsetzungsmethoden kommt. Es wird auch andere Staaten und Länder dazu veranlassen, zu prüfen, ob sie ähnliche gesetzgeberische Maßnahmen ergreifen sollen.