Meta Corporation (ehemals Facebook) hat eine weitere große Anpassung seiner „Metaverse“-Strategie vorgenommen und dieses Mal das Messer auf die Büroszene gerichtet, in die es einst große Hoffnungen gesetzt hatte. Den neuesten bestätigten Nachrichten zufolge wird Meta seine Virtual-Reality-Kollaborationsplattform offiziell schließenHorizon-Arbeitsräume, und stellte den Verkauf zugehöriger kommerzieller Quest-Dienste an Unternehmenskunden ein, was einen völligen Zusammenbruch von Zuckerbergs Vision vom „Arbeiten in einem VR-Headset“ bedeutete.

Laut interner Ankündigung wird Metas Geschäftsbereich „Metaverse Office“ im nächsten Monat eingestellt:

Zunächst einmal wird Metas VR-Kollaborationsanwendung Horizon Workrooms am 16. Februar offiziell ihren Dienst einstellen. Diese Anwendung war Metas Kernprodukt zur Präsentation der Zukunft des Büros und ermöglichte es Benutzern, die Quest-Headsets tragen, sich im selben virtuellen Konferenzraum wie Avatare zu treffen und zusammenzuarbeiten. Doch trotz der energischen Werbung von Meta wurde das Produkt von Unternehmen nie umfassend angenommen und die Benutzerbindung verlief lange Zeit schleppend.

Zweitens wird gleichzeitig auch der Hardware- und Service-Support für den Enterprise-Markt reduziert. Ab dem 20. Februar wird Meta das Quest-Headset und den dazugehörigen Horizon-Unternehmensdienst (Quest for Business) nicht mehr an gewerbliche Kunden verkaufen. Das bedeutet, dass Meta nicht länger versuchen wird, VR-Geräte als Produktivitätstools über spezielle kommerzielle Kanäle an Unternehmen zu verkaufen, sondern Quest wieder auf die Consumer-Gaming- und Unterhaltungsgeräte ausrichten wird, in denen es ursprünglich besser ist.

Diese Entscheidung ist kein Einzelfall, sondern Teil einer kürzlich erfolgten drastischen Umstrukturierung der gesamten Reality Labs-Abteilung von Meta. Erst diese Woche kündigte Meta etwa 10 % Entlassungen bei Reality Labs an und schloss damit drei Erstanbieter-VR-Spielestudios, darunter Sanzaru Games, Twisted Pixel und Armature Studio.

Branchenanalysten glauben, dass diese Reihe von Schritten zeigt, dass Meta versucht, sich aus dem Sumpf des „vollständig immersiven Metaversums“ zurückzuziehen und seinen strategischen Fokus und seine Mittel auf den Bereich der KI-Datenbrillen (wie die Ray-Ban-Meta-Serie) und tragbare Geräte zu verlagern, die derzeit beliebter sind und Anzeichen für Erfolg aufweisen.

Für Unternehmensanwender, die auf das Meta-Office-Ökosystem gesetzt hatten, ist diese Schließung zweifellos ein schwerer Schlag. Obwohl Meta bereits letztes Jahr bekannt gab, dass seine traditionelle Unternehmens-Social-Software Workplace im Jahr 2026 geschlossen wird, erklärt die schnelle „Trennung“ der Kernkomponenten von VR Office intuitivererweise den vollständigen Rückzug von Meta auf dem Enterprise-Metaverse-Markt.

Da Horizon Workrooms offline ist, scheint die Zukunft des „Tragens sperriger Headsets und persönlicher Treffen in der virtuellen Welt“ nicht mehr die Zukunft zu sein, an die Meta glaubt.