Volkswagen hat einen neuen Vorstand gebildet, der die Entscheidungen über die Kernmarken des Konzerns überwachen und allein bei der Produktion rund 1,2 Milliarden US-Dollar einsparen wird. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, dass das neue markenübergreifende Steuerungsmodell die Marken Volkswagen, Skoda, Seat/Cupra und Volkswagen Nutzfahrzeuge beaufsichtigen wird, um durch die Straffung von Prozessen und Strukturen zur Verbesserung der Effizienz eine wettbewerbsfähigere Organisation zu schaffen.

„Der Fokus liegt auf der Effizienz des Managements – und auf der Beschleunigung von Prozessen, um wettbewerbsfähigere Produkte zu schaffen“, sagte Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen Pkw und Leiter der Core Brands Group.
„Das neue Governance-Modell senkt die Kosten, verschlankt unsere Struktur und steigert gleichzeitig unsere Effizienz“, sagte er.
Durch diese Änderung wird sich die Anzahl der Mitglieder in den Vorständen der vier Marken bis zur vollständigen Umsetzung der Neuorganisation im Sommer dieses Jahres um ein Drittel reduzieren, mittelfristig ist mit einer weiteren Verschlankung der Führung zu rechnen.
Das Unternehmen sagte, dass Produktion, technische Entwicklung und Einkaufsfunktionen nun auf markenübergreifender Ebene von einem Managementausschuss verwaltet werden, der die Marken überwacht.
Allein auf der Produktionsseite soll durch die Umstrukturierung des Steuerungsmodells bis Ende 2030 ein kumuliertes Einsparpotenzial von 1 Milliarde Euro (1,17 Milliarden US-Dollar) freigesetzt werden, fügte das Unternehmen hinzu.
„Die Umsetzung operativer Aktivitäten innerhalb der Kernmarkengruppe wird schneller erfolgen, während der Fokus auf Gruppenebene auf strategischen Synergiefeldern wie Software und Batterien liegen wird“, teilte das Unternehmen mit.
Unterdessen meldete Volkswagen im vergangenen Jahr einen besser als erwarteten Netto-Cashflow und eine besser als erwartete Nettoliquidität seiner Automobilsparte, was auf ein geringeres Betriebskapital und geringer als erwartete Investitionen in Kapitalausgaben sowie Forschung und Entwicklung zurückzuführen war.
Der deutsche Autohersteller gab an, dass sein Automobilgeschäft im Jahr 2025 nach vorläufigen Daten einen Netto-Cashflow von etwa 6 Milliarden Euro (7,04 Milliarden US-Dollar) erwirtschaftete, verglichen mit 5 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Kennzahl lag über den Erwartungen, dass der Netto-Cashflow des Unternehmens etwa Null betragen würde.
Das Unternehmen sagte außerdem, dass die Nettoliquidität der Automobilsparte von 31 Milliarden Euro Ende September auf mehr als 34 Milliarden Euro zum Jahresende gestiegen sei und damit über der Prognose des Unternehmens von rund 30 Milliarden Euro liege.
Volkswagen gab an, dass seine Investitionsquote in diesem Jahr etwa 12 % des Umsatzes seiner Automobilsparte beträgt. Das Unternehmen wird voraussichtlich am 10. März seine Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025 bekannt geben.