Als einer der gefeiertsten Ego-Shooter der Geschichte wird „Duke Nukem 3D“ von vielen Spielern immer noch als der denkwürdigste „Doom-Klon“ angesehen. Auch wenn es technologisch und einflussreich nicht so bahnbrechend ist wie „Doom“, machen sein Leveldesign, die Waffenkreativität, die interaktive Umgebung und der witzige Protagonist dieses Spiel dreißig Jahre später immer noch spielbar.

Kürzlich hat Joe Siegler, der einst bei 3D Realms und Apogee Software arbeitete, eine Reihe alter Fotos auf sozialen Plattformen geteilt, um an den Tag zu erinnern, an dem er am 29. Januar 1996 die gemeinsame Originalversion von „Duke Nukem 3D“ auf BBS „Software Creations“ hochgeladen hat. Er beschrieb diesen Moment als „die offizielle Veröffentlichung der Legende für die Welt“. Das Unternehmen, das jetzt in Apogee Entertainment umbenannt wurde, nutzte diese Gelegenheit auch, um eine kurze Dokumentation zu veröffentlichen, in der die Geburt dieses klassischen Schießspiels anhand neuer Interviews mit einigen wichtigen Entwicklern Revue passieren lässt.


„Duke Nukem 3D“ wurde erstmals am 29. Januar 1996 als gemeinsame Version veröffentlicht, später im selben Jahr erschien eine vollständige Einzelhandelsversion. Mit seinem interessanten Leveldesign, den gut erkennbaren Waffen, den detaillierten Interaktionen mit der Umgebung und dem Stil mit schwarzem Humor war dieses Spiel ein großer kommerzieller Erfolg, mit einem Gesamtverkauf von 3,5 Millionen Einheiten. Es galt als das damals erfolgreichste Werk von Apogee und als das meistverkaufte Shareware-Spiel seiner Geschichte.
Zuvor war die „Duke Nukem“-Reihe eigentlich ein Side-Scrolling-Plattform-Actionspiel. Anfang der 1990er Jahre veröffentlichte Apogee die ersten beiden 2D-Spiele und war im gleichen Zeitraum für die Veröffentlichung von Wolfenstein 3D von id Software verantwortlich, was auch einer der wichtigen Meilensteine in den Anfängen der Ego-Shooter war. Die kommerzielle Leistung von „Duke Nukem 2“, das am 3. Dezember 1993 startete, wurde offensichtlich von „Doom“ überschattet, das fast zeitgleich im Eigenverlag von id erschien. Es wird angenommen, dass diese Lücke maßgeblich zu Apogees Entscheidung beigetragen hat, die neue Serie komplett auf 3D umzustellen.

Unter der neuen Marke 3D Realms hat das Team die von „Doom“ gelegte Grundlage erheblich erweitert, um eine realistischere und interaktivere Welt für Spieler zu schaffen. Anders als das abstrakte Leveldesign und die Pseudo-3D-Präsentation von „Doom“ nutzt „Duke Destruction 3D“ die Build-Engine, um den Spielern die Umgebungsszenen von Los Angeles auf eine lebensechtere Art und Weise darzustellen. Die Engine führte neue Funktionen wie Rampen, Sprünge und die Möglichkeit ein, den Kopf frei zu heben und zu senken, und konnte mit einer großen Anzahl von Alltagsgegenständen wie Lichtschaltern, Billardtischen, Toiletten und sogar Stripperinnen interagieren, was das Spiel zu dieser Zeit „überraschend spezifisch“ und „taktil“ machte.
Neben der Interaktion mit der Umwelt ist Duke Nukem 3D auch für seinen „sprechenden Protagonisten“ bekannt. Der Synchronsprecher Jon St. John verleiht dem Protagonisten Duke Nukem die ikonische tiefe Stimme und den arroganten Ton. Eine große Anzahl von Textzeilen stammt offensichtlich aus klassischen B-Level-Actionfilmen wie „Evil Dead Online“ und „Extreme Space“, was diesen Charakter zu einem der repräsentativsten Bilder von harten Kerlen in Videospielen der 1990er Jahre macht.
Für Spieler, die diese Zeit der Geschichte noch einmal erleben möchten, steht die gemeinsame Version von „Duke Nukem 3D“ derzeit zum kostenlosen Download auf relevanten Websites zur Verfügung. Die Vollversion ist auf Steam, PlayStation, Xbox und Nintendo Switch als „Duke Nukem 3D: 20th Anniversary World Tour“ verfügbar, während die frühere Atomic Edition auf der Zoom-Plattform gespielt werden kann. Viele alte Spieler empfehlen, diese beiden Versionen durch Quellcode-Portierungsprojekte wie EDuke32 zu erleben, um eine bessere Kompatibilität und Bildleistung zu erzielen.
Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums hat dieses in der DOS-Ära geborene Schießspiel von alten Fotos bis hin zu Dokumentarfilmen noch einmal die gemeinsamen Erinnerungen von Spielern und Entwicklern an die Zeit geweckt, als „Doom Clones“ in voller Blüte standen. Die Worte „Come get some“ von Duke Destruction selbst sind immer noch ein unauslöschliches Symbol in den Köpfen unzähliger Spieler.