Angesichts des Versäumnisses großer Technologiekonzerne, Desinformation im vergangenen Wahljahr zu bekämpfen, hat Google seine Service-Assurance-Pläne für das nächste Jahr bekannt gegeben. Das Unternehmen sagte, seine Pläne seien von der Tatsache bestimmt, dass es im Jahr 2024 viele hochkarätige Wahlen gebe, die größte sei jedoch zweifellos die US-Präsidentschaftswahl. Da Vorwahlen und unabhängige Wahlen bereits im Gange sind, ist es nicht ungewöhnlich, dass mit künstlicher Intelligenz erstellte Anzeigen ohne jegliche Offenlegung geschaltet werden. Die politischen Aktivitäten werden im nächsten Jahr nur noch intensiver werden, und Google hofft, dass diese Maßnahmen dazu beitragen werden, die Transparenz zu erhöhen und Fehlinformationen einzudämmen.
Google kündigte seine Pläne in einem Blogbeitrag an, die von der Offenlegung von Anzeigen bis hin zu Inhaltskennzeichnungen reichen. Der größte Schritt besteht jedoch darin, die Beantwortung wahlbasierter Anfragen durch die KI-generierten Tools einzuschränken. Zu diesen Tools gehören der Chatbot GoogleBard und das KI-gestützte Suchtool Search Generated Experience (SGE).
Die Änderungen werden Anfang nächsten Jahres in Kraft treten, Google hat jedoch nicht gesagt, welche Arten von Abfragen eingeschränkt werden. Das Unternehmen sagte jedoch, dass es hinsichtlich der Verwendung im Zusammenhang mit Wahlen im Jahr 2024 „mit Vorsicht vorgehen“ werde.
Der Plan von Google ist zwar vage, scheint aber ein branchenführender Schritt zu sein, um die Verbreitung von Fehlinformationen bei Wahlen durch generative KI zu verhindern. Der größte Konkurrent des Unternehmens, OpenAI, hat kürzlich leistungsfähigere Tools auf den Markt gebracht, um Desinformation in seinen generativen Modellen der künstlichen Intelligenz auszumerzen. Das Unternehmen hat sich jedoch noch nicht dazu verpflichtet, bestimmte Arten der wahlbezogenen Nutzung vollständig einzuschränken.
Darüber hinaus führt das Unternehmen weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Transparenz ein. YouTube-Ersteller müssen bald offenlegen, wenn sie in ihren Videos „manipulierte oder synthetisierte Inhalte“ verwenden. Es ist unklar, wie dies umgesetzt werden soll, aber im Prinzip ist es ein guter Anfang. Die bestehende Google-Richtlinie zur Anzeigentransparenz verlangt von politischen Werbetreibenden, offenzulegen, ob manipulierte oder synthetische Inhalte in ihren Anzeigen verwendet werden.
Wie in den vergangenen Jahren ist es das Ziel von Google, den Nutzern über sein Portfolio an Apps und Diensten Wahlinformationen aus hochwertigen Quellen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören Suche, Nachrichten, YouTube, Karten und Anzeigen.
Andererseits sagte Google, dass es durch das Advanced Protection Program weiterhin den umfassendsten Netzwerksicherheitsschutz für politische Aktivitäten bieten werde.
Da wichtige Wahlen näher rücken, erwarten wir, dass mehr große Technologieunternehmen Pläne zur Erhöhung der Transparenz und zur Bekämpfung von Desinformation diskutieren werden.
Weitere Informationen finden Sie im Google-Blog:
https://blog.google/outreach-initiatives/civics/how-were-approaching-the-2024-us-elections/