Jen-Hsun Huang, CEO von NVIDIA, stellte am Montag auf der NVIDIA GTC-Konferenz die neueste Generation der KI-Grafiktechnologie DLSS 5 vor, mit dem Ziel, Videospielgrafiken realistischer zu gestalten und gleichzeitig den Rechenleistungsverbrauch zu senken. Dieses neue System kombiniert strukturierte Grafikdaten aus herkömmlichen 3D-Grafikpipelines mit generativen KI-Modellen, die Bildschirmdetails „vorhersagen“ und „ausfüllen“ können, sodass die GPU detaillierte Szenen und lebensechte Charaktere generieren kann, ohne jedes Element von Grund auf neu rendern zu müssen.

Jen-Hsun Huang sagte in seiner Grundsatzrede, dass DLSS 5 das Produkt der Verschmelzung „steuerbarer 3D-Grafiken, realer Benchmarks und strukturierter Daten für virtuelle Welten mit generativer KI und probabilistischem Computing“ sei. Seiner Ansicht nach besteht das eine Ziel in einer vorausschauenden Berechnung, die vollständig auf physikalischen und geometrischen Regeln basiert, und das andere Ende ist eine probabilistische Generierung mit einem hohen Realitätssinn. Die Kombination aus beidem ermöglicht es Entwicklern, Inhalte zu erstellen, die sowohl „schön und atemberaubend“ als auch gut kontrollierbar sind.

Er wies darauf hin, dass dieses Konzept der Verschmelzung strukturierter Informationen mit generativer KI nicht nur in der Gaming-Branche bestehen bleiben wird, sondern in einer Branche nach der anderen wiederholt werden wird. In Huangs Diskussion sind strukturierte Daten die „Grundlage vertrauenswürdiger KI“, und DLSS 5 ist die Verkörperung dieses Konzepts im Bereich der Echtzeitgrafiken.

Obwohl das Gaming-Geschäft im Vergleich zu seinem historischen Höchststand einen kleineren Teil des aktuellen Umsatzes von Nvidia ausmacht, ist es das Gaming, das es dem Unternehmen ermöglicht hat, sich zu dem zu entwickeln, was es heute ist. Huang bezeichnete DLSS 5 als konkretes Beispiel für einen umfassenderen Paradigmenwechsel im Computing und deutete an, dass sich dieser Technologiepfad auf Bereiche wie Enterprise Computing erstrecken wird, die weit über Spiele hinausgehen.

Wenn es um unternehmensorientierte Anwendungen ging, nannte Huang Renxun als Beispiele Unternehmensdatenplattformen wie Snowflake, Databricks und BigQuery als Vertreter strukturierter Datensätze, die von zukünftigen KI-Systemen genutzt werden können. Er glaubt, dass KI diese Datenstrukturen in Zukunft mit einer Geschwindigkeit analysieren und begründen wird, die weit über der des Menschen liegt. Alle Arten intelligenter Agenten werden sowohl strukturierte Datenbanken als auch unstrukturierte „generative Datenbanken“ verwenden. Letzteres stellt in seinen Worten „die überwiegende Mehrheit der Informationen auf der Welt“ dar.

In der Vision von Huang Renxun wird dieses technische Paradigma, das auf strukturierten Daten basiert und mit generativen KI-Funktionen überlagert ist, eine Reihe von Branchen von Spielen bis hin zu Unternehmenssoftware dazu bringen, ihre Rechenmethoden zu rekonstruieren, und DLSS 5 ist ein Spitzenbeispiel für diesen Trend.