Huang Renxun hätte möglicherweise nicht erwartet, dass DLSS 5, in das große Hoffnungen gesetzt werden, auf eine so starke öffentliche Gegenreaktion stoßen würde. Viele Internetnutzer waren von seiner Leistung enttäuscht und verspotteten es sogar direkt als minderwertiges Produkt der KI-Wiedergabe und Gesichtsveränderung. Als Reaktion auf die anhaltende Kontroverse von außen antwortete der NVIDIA-Technikexperte Jacob Freeman öffentlich, dass die Kerneingabe von DLSS 5 nur 2D-Rendering-Frames und deren Bewegungsvektoren in der Spielszene umfasst. Mit dieser Erklärung wird versucht, frühere Beschreibungen im Marketingtext des Unternehmens dahingehend zu korrigieren, dass sie auf 3D-Quelleninhalten basieren.
Allerdings sind einige Technik-Blogger von dieser Erklärung nicht überzeugt. Sie weisen darauf hin, dass die ursprüngliche 3D-Modellarchitektur zwar erhalten bleibt, DLSS 5 das Bild jedoch im Wesentlichen auf der Grundlage der Originalpixel neu zeichnet. Besonders beim Umgang mit Details wie Augen, Wangen und Lippen ist diese Neuzeichnungsspur äußerst offensichtlich, was die Hauptursache für das Déjà-vu-Gefühl des Benutzers bei der KI-Gesichtsveränderung ist.
Um dieses Gefühl der Dissonanz zu mildern, hat Nvidia bekannt gegeben, dass Entwickler in Zukunft mithilfe des Intensitätsreglers das Verhältnis von KI-generierten Bildern zu Originalbildern anpassen können. Darüber hinaus bietet das System auch Anpassungswerkzeuge wie Sättigung und Kontrast und ermöglicht den vollständigen Ausschluss bestimmter Objekte aus dem KI-Generierungsprozess.
Trotz dieser Anpassungen gibt es bei DLSS 5 immer noch unüberwindbare Hindernisse. Derzeit können Entwickler noch nicht zulassen, dass eine Tiefenwahrnehmung basierend auf der tatsächlichen Grafik des Spiels durchgeführt wird, und sie können das Modell auch nicht so verfeinern, dass es perfekt zu den einzigartigen Kunststilen verschiedener Spiele passt.
Für viele Hardcore-Spieler wirkt der aktuelle Stand von DLSS 5 nicht wie eine disruptive Rendering-Revolution, sondern eher wie ein forcierter erweiterter Beauty-Filter. Diese Generierungsmethode, der die zugrunde liegende logische Integration fehlt, verringert den Realismus des Bildes erheblich.
Die häufigen Nachbilder und Artefakte in NVIDIAs eigenen Werbematerialien offenbaren technische Mängel zusätzlich. Ohne tieferen Zugriff und Integration von 3D-Szenen wird die zeitliche Stabilität des Bildes immer eine große Herausforderung sein, die sich direkt auf das gesamte visuelle Erlebnis auswirkt.
Gemessen an der aktuellen Leistung hat DLSS 5 offensichtlich noch einen langen Weg zwischen Leistungsfreigabe und visueller Wiedergabetreue vor sich. Wenn Nvidia hofft, vor der offiziellen Veröffentlichung im Herbst die Bezeichnung „KI-Müll“ zu entfernen, muss es sich an die Lösung dieser Kernstreitigkeiten über Rendering-Logik und Bildtextur machen.
