Auf der diesjährigen Game Developers Conference (GDC) betrat Chris Zukowski, Experte für Steam-Datenanalyse und unabhängiger Spieleberater, erneut die Bühne, um die Funktionsweise der Steam-Plattform für Spieleentwickler zu analysieren. Er rief Entwickler mit Blockbuster-Spielen dazu auf, die Chance zu nutzen, ihre Spiele vollständig zu monetarisieren, denn in den Augen von Valve seien sie wie „Kobolde mit der Magie, Stroh in Gold zu verwandeln“.

Steam-Experten rufen den Entwicklern zu: Je mehr Rabatte auf Spiele gewährt werden, desto mehr kann Fat G dazu bringen, eine Yacht zu kaufen

In seiner Rede konzentrierte sich Zukovsky auf sogenannte „Blockbuster-Spiele“ – Spiele, die innerhalb von sechs Monaten nach Veröffentlichung einen Umsatz von 150.000 US-Dollar erzielen und typischerweise etwa 500 Nutzerrezensionen haben. Sobald dieser Schwellenwert erreicht ist, betritt das Spiel das, was er die „echte Steam“-Phase nennt, und die verschiedenen Empfehlungsslots, Tools und Werbemechanismen von Valve werden wirklich beginnen, den Verkehr zum Spiel anzukurbeln.

Steam-Experten rufen den Entwicklern zu: Je mehr Rabatte auf Spiele gewährt werden, desto mehr kann Fat G dazu bringen, eine Yacht zu kaufen

Als Zukovsky über die Beziehung zwischen erfolgreichen Spieleentwicklern und Valve sprach, gab Zukovsky eine ziemlich interessante Beschreibung: „Ihre Beziehung zu Valve wird sich über Nacht ändern. G Fat (bezogen auf Valve-Mitbegründer Gabe Newell) kann eine Yacht nicht einfach nach Wunschliste kaufen. Und nachdem Sie ein erfolgreiches Spiel veröffentlicht haben, haben Sie eine riesige Wunschliste. G Fat braucht Sie. Er braucht Sie und Ihr Spiel, und das ist gut so Sie müssen diese Wunschlisten in Gold verwandeln. Er wird Ihnen sagen: „Bitte, verwandeln Sie diese Wunschlisten in Gold.“

Steam-Experten rufen den Entwicklern zu: Je mehr Rabatte auf Spiele gewährt werden, desto mehr kann Fat G dazu bringen, eine Yacht zu kaufen

Wie verwandeln Sie also Ihre Wunschliste in Gold? Zukovsky nennt es „den Atem des Dampfes“ – „die Wunschliste einatmen, das Geld ausatmen.“ Der Schlüssel zu dieser Umstellung ist eigentlich ganz einfach: Rabattierung. Daten zeigen, dass beliebte Steam-Spiele im Durchschnitt ein- bis zweimal im Monat Rabatte erhalten, was zu höheren Umsätzen führen kann. Darüber hinaus bietet Valve auch exklusive Werbemöglichkeiten wie „Tages-Specials“, „Mid-Week-Specials“ und „Wochenend-Specials“ für Spiele, die den Schwellenwert erreichen. Ein anonymer Entwickler verriet sogar: „Jeden Tag, an dem ich an den Wochenend-Specials teilnahm, habe ich mehr Geld verdient als an dem Tag, an dem mein Spiel veröffentlicht wurde.“

Zukovsky betonte, dass der Schlüssel zur Aufrechterhaltung der Gesundheit von „Hot Hits“ in der kontinuierlichen „Fütterung“ liege: regelmäßige Einführung neuer, historisch niedriger Rabatte, Bundles, Kooperationsaktivitäten, Updates, Teilnahme am Steam Game Festival sowie großer und kleiner DLCs. Diese Maßnahmen locken nicht nur neue Spieler an, sondern binden auch alte Spieler.

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Auf die Sorge, ob die häufige Veröffentlichung von DLCs hässlich erscheint, antwortete Zukovsky, dass einige Entwickler die Community direkt gefragt hätten und die Antwort lautete: „Bitte geben Sie uns mehr.“ Er sagte, dass viele Steam-Nutzer tatsächlich bereit seien, weiterhin Geld und Zeit in ihre Lieblingsspiele zu investieren.