Meta führt in seiner Reality Labs-Abteilung eine Organisationsreform durch, formt einige Mitarbeiter zu „KI-Entwicklern“ um und organisiert das Team um „Pods“ herum, um eine sogenannte „KI-native“ Arbeitsweise zu schaffen.

Aus dem Memo geht hervor, dass an dieser Anpassung ein Team von etwa 1.000 Mitarbeitern bei Reality Labs beteiligt ist, hauptsächlich für die Geschäftseinheit, die für Entwicklertools verantwortlich ist. Das im letzten Monat intern angekündigte Pilotprojekt konzentriert sich auf eine Überarbeitung der Rollen, Titel und Teamstrukturen. Nach der Anpassung wird jeder Mitarbeiter dieser Abteilung in einen von drei Rängen eingeteilt: AI Builder, AI Pod Lead oder AI Org Lead, um eine weitere Verflachung der Organisationsstruktur zu fördern. Dies steht im Einklang mit dem „De-Middle-Level“-Gedanken, den Meta-CEO Mark Zuckerberg in den letzten Jahren immer wieder betont hat.
„Unser oberstes Ziel ist es, sprunghafte Fortschritte bei der technischen Produktivität und Produktqualität zu erzielen“, heißt es in dem Memo. Um dieses Ziel zu erreichen, restrukturiert das Team „die Art und Weise, wie wir arbeiten, organisieren und uns gegenseitig unterstützen, grundlegend.“
Gemäß dem im Dokument offengelegten Design besteht jeder „Pod“ aus einer kleinen Gruppe von KI-Entwicklern, die an klaren Ergebniszielen arbeiten und häufig disziplinübergreifend zusammenarbeiten. Beispielsweise können Ingenieure aufgrund spezifischer Aufgaben vorübergehend auch konstruktionsbezogene Arbeiten übernehmen, anstatt die Grenzen strikt nach traditionellen Funktionen aufzuteilen. Business Insider berichtete zuvor, dass einige Meta-Mitarbeiter ihre Titel auf Plattformen wie LinkedIn in „AI Builder“ geändert haben.
Auf der Managementebene ist der „Pod Lead“ für den täglichen Betrieb und die Beförderung des Teams verantwortlich, und mehrere Teamleiter berichten an den „Org Lead“. Der Org Lead ist auch für Prozesse wie Leistungsbewertung und Beförderung verantwortlich, die von einem „KI-System“ unterstützt werden, das noch nicht konkret bekannt gegeben wurde. In dem Memo wurde betont, dass unter der neuen Struktur die Gesamtzahl der Teammitglieder unverändert bleiben wird und es sich lediglich um eine Neuorganisation der Organisationsform und Rollenverteilung und nicht um eine Verkleinerung handelt.
Als Meta um einen Kommentar gebeten wurde, äußerte er sich nicht zu bestimmten internen Dokumenten, sondern verwies in seiner Antwort auf Zuckerbergs öffentliche Äußerungen Anfang des Jahres. Zuckerberg sagte damals, dass das Jahr 2026 ein entscheidender Knotenpunkt sein werde, wenn künstliche Intelligenz „beginnt, unsere Arbeitsweise drastisch zu verändern“. Einige Projekte, für deren Fertigstellung früher große Teams erforderlich waren, könnten in Zukunft mithilfe von KI von „einer sehr talentierten Einzelperson“ selbstständig abgeschlossen werden. Diese Initiative zur Förderung der „AI Native Group“ innerhalb von Reality Labs gilt als einer der Versuche, diese Vision auf organisatorischer Ebene umzusetzen.
Es ist erwähnenswert, dass Meta erst an diesem Mittwoch eine neue Entlassungsrunde angekündigt hat, an der Hunderte von Mitarbeitern beteiligt waren, darunter mehrere Teams, darunter Reality Labs. Ein Unternehmenssprecher erklärte jedoch, dass diese Entlassungsrunde nicht mit der organisatorischen Umstrukturierung innerhalb von Reality Labs zusammenhänge und eine Entscheidung sei, die in einem anderen Kontext getroffen worden sei.
Es wird berichtet, dass dieses Pilotprojekt derzeit auf ein bestimmtes Entwicklertools-Team innerhalb von Reality Labs beschränkt ist. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die Modi „AI Builder“ und „Gruppe“ in Zukunft in einem breiteren Meta-Bereich gefördert werden.
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