Apple hat sich an mehrere große Verlage gewandt, um Vereinbarungen zu treffen, die es dem Unternehmen aus Cupertino ermöglichen würden, ein System zur Generierung künstlicher Intelligenz basierend auf Nachrichteninhalten zu trainieren, berichtete die New York Times. Apple strebt einen Mehrjahresvertrag an und hat Kontakt zu Condé Nast, NBC News und IAC aufgenommen.

Zu den Veröffentlichungen von Condé Nast gehören Vogue, Wired, Vanity Fair, Ars Technica, Glamour, The New Yorker, GQ und andere, während IAC Publikationen wie People, The Spruce, Serious Eats, Martha Stewart Living, Real Simple, Entertainment Weekly und Better Homes & Gardens besitzt.

Der geplante Deal im Wert von mindestens 50 Millionen US-Dollar sieht vor, dass Apple ein Archiv mit Nachrichtenartikeln lizenziert. Laut der New York Times haben einige Verlage „eiskalt“ auf Apples Vorschlag reagiert. Apples Bedingungen sollen „zu weit gefasst“ sein und Apple hat sich vage dazu geäußert, wie es generative KI auf Nachrichten anwenden wird.

Andere Verlage zeigten sich „optimistisch“ hinsichtlich möglicher Partnerschaften und freuten sich darüber, dass Apple die Nutzung ihrer Inhalte verlangen würde, anstatt generative Modelle auf veröffentlichten Nachrichten ohne Erlaubnis zu trainieren, wie es andere KI-Unternehmen tun.

Mehrere Gerüchte deuten darauf hin, dass Apple Überstunden macht, um mit seinen Konkurrenten bei durch künstliche Intelligenz generierten Produkten gleichzuziehen. Apple hat intern einen „AppleGPT“-Chatbot getestet und plant, iOS18 um neue Funktionen für künstliche Intelligenz zu erweitern.

Letztes Jahr haben Microsoft, Google und Meta alle generative KI in ihre Produkte integriert, was bedeutet, dass Apple bei der KI-Technologie ins Hintertreffen geraten ist. ChatGPT, der beliebteste Chatbot von OpenAI, wurde mit großen Datenmengen trainiert, darunter Bücher, Artikel und Webseiten.

Zusätzlich zu den Urheberrechtsproblemen, die das umfangreiche Scraping von Internetinhalten mit sich bringt, wurde ChatGPT manchmal wegen der Genauigkeit der angezeigten Informationen kritisiert. Durch das Training seiner KI-Modelle auf der Grundlage gezielterer Informationen könnte Apple letztendlich in der Lage sein, zuverlässigere Produkte auf den Markt zu bringen. Apple plant angeblich auch, seinen Apps KI-generierte Funktionen hinzuzufügen, sodass Apple News möglicherweise um ein Modell erweitert wird, das Inhalte aus Nachrichtenquellen abruft.

Die New York Times gab an, dass Apple-Führungskräfte darüber „debattiert“ hätten, wie sie an die Daten gelangen könnten, die für Produkte generativer künstlicher Intelligenz erforderlich seien. Aufgrund seines besonderen Fokus auf den Datenschutz wollte Apple keine Informationen aus dem Internet stehlen, daher bieten Vereinbarungen mit Nachrichtenverlegern eine Alternative.