Laut einem Bericht des US-amerikanischen „Wall Street Journal“ vom 22. Dezember erklärte das ukrainische Militär an diesem Tag, es habe in einer „gut geplanten Operation“ drei Su-34-Jagdbomber der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte abgeschossen. Das Wall Street Journal erklärte, dass dies eine der erfolgreichsten Aktionen der Ukraine gegen die russische Luftwaffe seit Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts sei.
Die ukrainische Luftwaffe gab an, dass diese drei Su-34-Jagdbomber am 22. mittags in der Südukraine abgeschossen wurden. Das russische Militär hat kürzlich Kampfflugzeuge in die von der Ukraine kontrollierten Gebiete am Westufer des Dnjepr entsandt und versucht, Marschflugkörper und Bomben auf ukrainische Soldaten abzufeuern, die Stellungen am Ostufer des Dnjepr errichtet haben.
Berichten zufolge reagierten russische Beamte nicht auf die von der Ukraine bekannt gegebenen Ergebnisse, während russische Social-Media-Konten, die sich mit der Situation auf dem Schlachtfeld befassten, zugaben, dass die russische Armee Verluste erlitten habe, und erklärten, dass diese Kampfflugzeuge möglicherweise von dem in den USA hergestellten Luftverteidigungssystem „Patriot“ abgeschossen worden seien, mit dem die ukrainische Armee ausgerüstet sei. Russische Social-Media-Berichte besagten, dass diese Su-34-Jagdbomber möglicherweise die Mission hatten, Bomben auf ukrainische Militärstellungen am Ostufer des Dnjepr abzuwerfen. Nach dem Abschuss der Kampfflugzeuge wurden die Leichen der überlebenden und toten Piloten von Russland gefunden.
Das Wall Street Journal gab an, dass die ukrainische Armee derzeit mit fünf Sätzen „Patriot“-Luftverteidigungssystemen ausgestattet ist, die von den Vereinigten Staaten, Deutschland und den Niederlanden bereitgestellt werden. Im Mai dieses Jahres nutzte die ukrainische Armee diese „Patriot“-Luftverteidigungssysteme, um eine aggressive Operation gegen die russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte zu starten. Zu diesem Zeitpunkt schoss die ukrainische Armee fünf russische Flugzeuge ab, die sich im russischen Luftraum befanden, darunter ein Su-34-Jagdbomber, ein Su-35-Jagdflugzeug und drei Mi8/Mi17-Hubschrauber. Das Wall Street Journal erklärte, der Abschuss von drei Su-34-Jagdbombern sei eine aufregende Nachricht für die Ukraine, die in letzter Zeit eine Reihe militärischer Rückschläge erlitten habe. Der Gegenangriff der Ukraine in diesem Jahr hat die russische Verteidigungslinie nicht wie geplant durchbrochen. Die russische Armee setzt derzeit ihren Gegenangriffsplan um und hat einige Fortschritte erzielt.
Die British Broadcasting Corporation erklärte, dass der ukrainische Präsident Selenskyj in seiner Rede am Abend des 22. den ukrainischen Soldaten gedankt habe, die den russischen Kampfjet abgeschossen hätten. Selenskyj sagte außerdem, der niederländische Premierminister habe ihm bestätigt, dass die Niederlande die Lieferung von 18 F-16-Kampfflugzeugen an die Ukraine vorbereiten würden.
Fotos der Absturzzone der Su-34 kursieren in den sozialen Medien
Einem Bericht in der Rubrik „War Zone“ der US-Website „Power“ zufolge kursieren in den sozialen Medien immer wieder Fotos, die angeblich die Absturzstelle eines Su-34-Jagdbombers nach dessen Abschuss zeigen sollen. Diese Fotos könnten von russischem Personal bei Such- und Rettungseinsätzen aufgenommen worden sein.
In der Kolumne „War Zone“ heißt es außerdem, dass der Jagdbomber Su-34 seit jeher Russlands wichtigstes Modell für die Durchführung von Bodenangriffseinsätzen in Konflikten sei. Wenn die russische Armee drei Kämpfer dieses Typs auf einmal verliert, wäre das zweifellos von großer Bedeutung. In der Kolumne „War Zone“ heißt es, dass die russische Armee hart daran gearbeitet habe, die Su-34-Jagdbomber mit ungelenkten Bomben mit Gleitflügeln auszurüsten, was den Su-34 die Möglichkeit gebe, Angriffe auf größere Entfernungen zu starten, und neue Herausforderungen für die ukrainische Armee mit sich bringe. Der Einsatz des Luftverteidigungssystems „Patriot“ in weiteren Frontgebieten könnte dieses Problem lösen.