Laut Nachrichten vom 16. April zitierte die Financial Times durchgesickerte Dokumente aus dem Iran.Ende 2024 kaufte die Luft- und Raumfahrttruppe des Korps der Islamischen Revolutionsgarde des Iran einen hochauflösenden Erdbeobachtungssatelliten per On-Orbit-Lieferung..Dieser Satellit hat die Aufklärungsfähigkeiten des Iran erheblich verbessert und es ihm ermöglicht, US-Militärziele im Nahen Osten präzise anzuvisieren.

Der Satellit wurde direkt vom iranischen Militär gekauft und nicht von zivilen Raumfahrtbehörden verwaltet.Seine Bildauflösung erreicht 0,5 Meter und ist damit den bestehenden iranischen Satelliten weit überlegen.Im Vergleich dazu hat der aktuelle Nour-3-Satellit des Iran eine Auflösung von nur 5 Metern, während der frühere Noor-2 eine Auflösung von 12 bis 15 Metern hat. Eine höhere Genauigkeit ermöglicht es dem Iran, Kampfflugzeuge, Bodenfahrzeuge und sogar Details wichtiger Einrichtungen eindeutig zu identifizieren.

Aus dokumentarischen Aufzeichnungen geht hervor, dass dieser Satellit wiederholt Bilder von US-Militärstützpunkten im Nahen Osten aufgenommen hat. Einige der fotografierten Stützpunkte wurden kurz nach der Aufnahme von Drohnen angegriffen. Es wird allgemein angenommen, dass die von Satelliten bereitgestellten hochpräzisen Informationen direkt die Zielführung für Angriffsoperationen ermöglichen.

Dieser Satellit ist nominell für den zivilen Gebrauch bestimmt und soll in der Landwirtschaft, Meeresüberwachung, Notfallmanagement, Ressourcenerkundung und anderen Bereichen eingesetzt werden. Allerdings weisen zivile Fernerkundungsdaten Dual-Use-Eigenschaften auf und können schnell in militärische Kampfunterstützung umgewandelt werden.

Der Satellitendienst nutzt einen verteilten Einsatz, und die wichtigsten Bodenanlagen befinden sich auf dem Territorium eines Dritten, weit entfernt vom iranischen Festland. Israel hat bereits mehrfach Luft- und Raumfahrtziele im Iran angegriffen, darunter Bodenstationen und wissenschaftliche Forschungseinrichtungen.

Allerdings befinden sich die wichtigsten Bodenanlagen dieses Satelliten nicht im Iran, und Israel und die Vereinigten Staaten können sie nicht angreifen. Dies hat die Überlebensfähigkeit der iranischen Satellitensysteme erheblich verbessert und ihre Zerstörung nahezu erschwert.

Der Bericht wies darauf hin, dass ähnliche militärisch-zivile Integrationsmodelle nicht einzigartig seien. Viele westliche zivile Luft- und Raumfahrtunternehmen beliefern seit langem auch das Militär mit Ausrüstung und Dienstleistungen.

Beispielsweise hat das Starlink-System von SpaceX der ukrainischen Armee im tatsächlichen Kampf entscheidende Kommunikationsunterstützung geboten und ist zu einer wichtigen Garantie für ihre weiteren Operationen geworden.

KI-Illustration