Aufgrund des anhaltend knappen Angebots an Speicherchips weltweit wird Apples geplante Veröffentlichung des neuen M5-Chips Mac Studio vom ursprünglichen Sommer 2026 auf Oktober verschoben, und auch die Einführung des neuen MacBook Pro mit OLED-Touchscreen wird von Ende 2026 auf 2027 verschoben. Der Bericht wies darauf hin, dass die Verzögerung nicht darauf zurückzuführen sei, dass das Produkt selbst noch nicht fertig sei, sondern dass Apple befürchtete, dass es die Marktnachfrage nach der geplanten Markteinführung nicht mehr befriedigen könne.

In der vergangenen Zeit hat Apple angesichts des weltweit knappen Angebots an RAM und SSDs besser abgeschnitten als die meisten Mitbewerber, war aber dennoch gezwungen, die Preise einiger externer Speicherprodukte zu erhöhen und den Verkauf einiger High-End-Mac-Optionen einzustellen. Die neuesten Nachrichten besagen, dass angesichts der zunehmenden Speicherknappheit das Veröffentlichungstempo vieler wichtiger neuer Produkte, darunter Mac Studio und das zukünftige MacBook Pro mit Touchscreen, angepasst werden musste.
Frühere Berichte besagten, dass der neue Mac Studio mit dem M5-Chip ursprünglich für die Veröffentlichung im Sommer 2026 erwartet wurde, nun wurde das Zeitfenster jedoch auf etwa Oktober verschoben; und das neue MacBook Pro mit OLED-Bildschirm und Touch-Bedienung, dessen Veröffentlichung bisher allgemein für Ende 2026 erwartet wurde, wird nun eher auf 2027 verschoben. Der Bericht betonte, dass der Hauptgrund für diese Verzögerung eher Probleme bei der Speicherversorgung als Verzögerungen beim Produktdesign oder bei Forschung und Entwicklung seien.
Um das Risiko einer Versorgungsknappheit zu mindern, geht man davon aus, dass Apple „Vorräte anlegt“ – also Arbeitsspeicher und Speicherchips, die für zukünftige Modelle benötigt werden, im Voraus festlegt und anhäuft. Es gibt Berichte, dass Apple kostspielige Kaufvereinbarungen mit Lieferanten getroffen hat. So wurde beispielsweise bekannt, dass das Unternehmen Samsung fast das Doppelte des vorherigen Preises für den Kauf von DRAM gezahlt hat, um in einem angespannten Marktumfeld angemessene Quoten sicherzustellen.
Der aktuelle Speicher- und Speichermangel hat sich auf die gesamte Technologiebranche ausgewirkt und ist auf den durch die generative KI-Welle gestiegenen Bedarf an KI-Servern zurückzuführen. Für solche Server besteht ein extrem hoher Bedarf an RAM und SSD, und Rechenzentren auf der ganzen Welt wachsen extrem schnell, was den Verbrauch entsprechender Komponenten weiter in die Höhe treibt. Darüber hinaus wurde auch die Prozessorversorgung beeinträchtigt, und Apple-Chef Tim Cook sagte im Januar dieses Jahres, dass Versorgungsprobleme im Zusammenhang mit Prozessoren derzeit zu den größten Sorgen des Unternehmens gehören.
Branchenanalysten wiesen darauf hin, dass der Grund, warum Apple die Einführung neuer Produkte wie Mac Studio verschoben hat, vor allem darin liegt, dass das Unternehmen hofft, vor dem Hintergrund extrem enger Lieferketten einen langfristigen Mangel an neuen Maschinen nach deren Veröffentlichung zu vermeiden. Allerdings bedeutet dieser Schritt nicht zwangsläufig, dass Apple davon ausgeht, dass sich der Speicher- und Datenspeichermarkt kurzfristig deutlich entspannen wird. Da der Ausbau der KI-Infrastruktur immer noch auf dem Höhepunkt ist, wird die Lieferunsicherheit bei Schlüsselkomponenten wie Prozessoren, Speicher und SSDs weiterhin das Tempo und die Konfigurationsstrategien nachfolgender Mac-Produktlinien beeinflussen.