Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Sigmaintell wird Apple bis Ende 2026 zum drittgrößten Notebook-Hersteller der Welt aufsteigen, und die Gesamtauslieferungen von MacBooks dürften Dell, einen traditionellen PC-Hersteller, übertreffen und so seine Position auf dem globalen Notebook-Markt weiter verbessern. Den Berechnungen der Agentur zufolge wird Lenovo mit 43 Millionen Notebook-Verkäufen im Jahr 2026 immer noch weltweit an erster Stelle stehen, HP wird mit 39 Millionen Einheiten auf dem zweiten Platz liegen und Apple wird voraussichtlich 28 Millionen MacBook-Einheiten verkaufen, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Verkauf von rund 23 Millionen Einheiten im Jahr 2025 darstellt.

Der Bericht wies darauf hin, dass eine wichtige treibende Kraft für Apples Umsatzsteigerung dieses Mal vom neu eingeführten erschwinglichen Modell MacBook Neo ausging. Es wird erwartet, dass dieses Produkt im Jahr 2026 etwa 10 Millionen Einheiten zum Umsatz beiträgt, während die restlichen etwa 18 Millionen Einheiten von Produkten wie MacBook Air und 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook Pro verkauft werden. In Bezug auf die Produktabdeckung hat Apple derzeit ein komplettes Layout vom Einstiegsniveau bis zum professionellen High-End-Niveau erstellt. Der Einstiegspreis für das MacBook Neo liegt bei 599 US-Dollar und der Rabattpreis für Studenten kann bis zu 499 US-Dollar betragen. Der Mittelklassemarkt wird vom dünnen und leichten MacBook Air dominiert, und professionelle High-End-Benutzer entsprechen der MacBook Pro-Serie.

Analysten gehen davon aus, dass diese Produktkombination über mehrere Preisklassen hinweg die Sichtbarkeit von Apple auf dem Notebook-Markt verbessert hat und es Verbrauchern mit höherem Budget ermöglicht, passende Optionen in der Produktlinie zu finden. Insbesondere bei MacBook Pro-Produkten wird davon ausgegangen, dass die einheitliche Speicherarchitektur der von Apple selbst entwickelten Chipplattform eine größere Flexibilität bei der Teilebeschaffung und Bereitstellung in der Lieferkette bietet und sich auch besser für lokale KI-Begründungs- und Entwicklungsszenarien eignet, weshalb sie von einigen KI-Enthusiasten und Forschern bevorzugt wird.

Im Gegensatz zu den meisten Notebook-Herstellern verlässt sich Apple bei der Bereitstellung zentraler Hardwareplattformen nicht auf AMD, Intel oder Nvidia. Während andere Hersteller neue Produktveröffentlichungen oft im Tempo von CPU- und GPU-Updates planen müssen, verlässt sich Apple auf sein eigenes Apple Silicon-System, um eine größere Unabhängigkeit bei Produktentscheidungen und Release-Zeitplänen zu gewährleisten. Dies wird auch als einer der wichtigen Faktoren für die Fähigkeit angesehen, seinen Marktanteil weiter auszubauen.