Aus dem neuesten Forschungsbericht der südkoreanischen Investmentbank Dasin Securities geht hervor, dass die Halbleiter-Foundry-Abteilung von Samsung voraussichtlich einen 2-nm-Notebook-CPU-Auftrag von einem „nordamerikanischen Fabless-Kunden“ erhalten hat, der in der Branche große Aufmerksamkeit erregt hat. Da in dem Bericht nur geografische und Kundenattribute genannt wurden und der Hersteller nicht explizit genannt wurde, sagte der Whistleblower Jukan später auf der sozialen Plattform, dass „es wie AMD aussieht“, was dazu führte, dass die Außenwelt allgemein mit dem Finger auf diesen CPU-Riesen zeigte, der aktiv nach diversen Foundry-Partnern sucht. Dies deckt sich im Wesentlichen auch mit früheren Gerüchten, dass „AMD sich in intensiven Gesprächen mit Samsung über den 2-nm-Prozess befindet.“

Berichten zufolge soll es sich bei diesem Auftrag um AMDs nächste Generation der 2-nm-Notebook- und Server-CPU-Produktlinien „Venice“ und „Verano“ handeln, die beide zwischen 2026 und 2027 auf den Markt kommen sollen. Darunter das voraussichtlich 2026 auf den Markt kommende „Venice“, das mit bis zu 256 „Zen 6C“-Kernen konfiguriert werden kann und in acht CCD (Core Complex Die) verpackt ist. Jeder CCD integriert 32 Kerne und ist auf High-Density-Computing- und Rechenzentrumsszenarien ausgerichtet. Verano, dessen Debüt für 2027 geplant ist, gilt als spezielle Variante von Venice für Inferenz-Workloads wie „Agentic AI“. Es wird als Host-CPU-Plattform für GPUs der AMD Instinct MI500-Serie dienen und voraussichtlich die fortschrittlichere Zen 7-Architektur übernehmen.
Vor dem Hintergrund, dass die Produktionskapazitäten für fortgeschrittene Prozesse weiterhin knapp sind, wird die Motivation von AMD, eine Zusammenarbeit mit Samsung anzustreben, immer deutlicher. In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass die Produktionskapazität von TSMC an fortgeschrittenen Knoten bis 2028 nahezu gesperrt ist, was AMD dazu zwingt, eine zweite Lieferquelle zu finden, um Engpässe bei der Waferversorgung zu lindern und gleichzeitig Massenlieferungen und Markteinführungsrhythmus sicherzustellen. Su Zifeng, CEO von AMD, besuchte kürzlich persönlich die Waferfabrik von Samsung in Pyeongtaek, um deren Prozessfähigkeiten zu bewerten, was auch als wichtiges Signal dafür gewertet wird, dass die potenzielle Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien in ein wesentliches Stadium eingetreten ist.
Die Außenwelt ist sich immer noch nicht sicher, ob Samsungs Rolle beim 2-nm-Layout von AMD ein „Backstop“ oder ein „Parallel-Foundry-Partner“ parallel zu TSMC ist. Wenn es nur als Backup-Plan verwendet wird, kann das Samsung zugeteilte Auftragsvolumen relativ begrenzt sein; Wenn sich AMD jedoch dafür entscheidet, den Produktionsrhythmus von Venice und Verano zwischen TSMC und Samsung aufzuteilen, werden die Ausbeute und die Leistung des 2-nm-GAA-Prozesses von Samsung direkt darüber entscheiden, ob das Unternehmen einen größeren Anteil erhalten kann. Einige Analysten glauben, dass AMD durch die intensive Zusammenarbeit mit Samsung auch eine gewisse „Priorität“ bei der Lieferung von DRAM und anderen Speichern erlangen könnte, wodurch die Gesamtkosten und die Lieferflexibilität seiner Plattform weiter optimiert werden.
Dem Zeitpunkt nach zu urteilen ist dieser mutmaßliche 2-nm-CPU-Auftrag zweifellos ein wichtiger Meilenstein für Samsung OEM. In den letzten Jahren war Samsung einem mehrfachen Druck auf fortschrittliche Herstellungsprozesse wie Ausbeute, Stromverbrauch und Ruf der Leistung ausgesetzt. Die Außenwelt glaubt im Allgemeinen, dass zwischen Samsung und TSMC eine klare Kluft besteht. Wenn es gelingt, einen großen nordamerikanischen Fabless-Kunden wie AMD für den 2-nm-Knoten zu gewinnen, wird es für Samsung entscheidende Marktunterstützung gewinnen und ihm helfen, die Foundry-Konkurrenz im Zeitalter von KI und Hochleistungsrechnen zurückzugewinnen.
Andererseits sind auch die jüngsten Maßnahmen von AMD bei der Planung der Produktionskapazität recht aktiv. Der Bericht zitierte frühere Analysen mit der Aussage, dass AMD einen Teil der von Qualcomm und MediaTek „freigegebenen“ 4-nm- und 5-nm-Produktionslinien von TSMC übernommen hat, um seine eigenen 5-nm-Prozessoren der vorherigen Generation in Massenproduktion herzustellen und seine Lieferkapazität und Gewinnleistung durch „Übernahme von Lücken“ in Zeiten geringer Nachfrage in der Smartphone-Branche zu verbessern. Diese diversifizierte, knotenübergreifende Produktionskapazitätsstrategie, kombiniert mit einer möglichen Zusammenarbeit mit Samsung bei 2 nm, zeigt, dass AMD versucht, ein flexibleres und risikoresistenteres Fertigungssystem aufzubauen, um der schnell wachsenden Nachfrage nach Rechenleistung in den KI- und Rechenzentrumsmärkten gerecht zu werden.
Derzeit haben weder Samsung noch AMD Dasin Securities und damit verbundene Gerüchte öffentlich bestätigt, und es bestehen immer noch viele Unsicherheiten hinsichtlich wichtiger Details wie Auftragsgröße, Einführungszeit und Massenproduktionsausbeute. Angesichts der anhaltend knappen Produktionskapazitäten von TSMC und der explosionsartigen Nachfrage nach KI und Hochleistungsrechnen wird dieser 2-nm-Auftrag jedoch unweigerlich eine neue Runde des Wettbewerbs in der globalen Foundry-Landschaft und im High-End-CPU-Markt auslösen, sobald er endlich angenommen wird.