Linux-Gründer Linus Torvalds hat kürzlich die Einführung der Linux-Version 7.1-rc1 angekündigt. Mit dieser Veröffentlichung wird das Zusammenführungsfenster offiziell geschlossen. Die Entwickler haben sich beeilt, vor Ablauf der Frist eine große Anzahl neuer Funktionen, Patches und zu entfernender Elemente einzureichen. Diese Änderungen werden dann monatelang strengen Tests unterzogen, bevor sie schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Dieses Kernel-Update ist für Benutzer, die noch ältere Hardware verwenden, von Bedeutung, da Linux damit beginnt, die Unterstützung für i486-Prozessoren auslaufen zu lassen. Derzeit wurden die relevanten Konfigurationsdateien gelöscht, die Arbeiten zum Entfernen des Codes müssen jedoch noch sorgfältig durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die Stabilität anderer Funktionen nicht beeinträchtigt wird. Darüber hinaus wird auch einige alte Netzwerk-Hardware-Unterstützung gelöscht, und einige System-on-Chip-Plattform-Unterstützungen, die es „nie wirklich auf den Markt geschafft haben“, wurden ebenfalls entfernt.

Das Ende der i486-Unterstützung stand in den letzten Wochen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Branche. Aufgrund der tatsächlichen Auswirkungen ist jedoch davon auszugehen, dass nur wenige Benutzer betroffen sein werden. Schließlich kam der i486-Prozessor bereits 1989 auf den Markt und wurde 2007 eingestellt.

Obwohl es laut Commit-Protokoll viele entfernte Projekte gibt, ist das gesamte Codevolumen von Linux 7.1 aufgrund der gleichzeitigen Hinzufügung einer großen Anzahl neuer Funktionen tatsächlich erheblich gestiegen. Eine der bemerkenswertesten Verbesserungen ist eine vollständige Umgestaltung des NTFS-Treibers. Diese neue Implementierung wird Benutzern von Windows- und Linux-Dual-Systemen erhebliche Geschwindigkeitsverbesserungen bei der Dateiübertragung und höhere Sicherheit bringen. Da es nicht mehr auf den teuren FUSE-Treibermechanismus angewiesen ist, wird die Effizienz der Dateiübertragung zwischen verschiedenen Systempartitionen erheblich verbessert.

Auch hinsichtlich der Hardware-Unterstützung gibt es viele Highlights. Linux 7.1 hat vorläufige Unterstützung für die Grafikarchitektur Intel Xe3P_LPG und Nova Lake P hinzugefügt, und der Nouveau-Treiber hat auch Unterstützung für den NVIDIA GA100-Beschleuniger hinzugefügt. Für Handheld-Spieler wurde außerdem der Treiber von Lenovo Rescue Go verbessert, wodurch das Spielerlebnis flüssiger wird.

Als er über das Entwicklungstempo dieses Updates sprach, sagte Torvalds, dass die aktuelle Situation „ziemlich normal“ aussehe, was ein positives Zeichen dafür sei, dass die offizielle Version pünktlich in einigen Monaten veröffentlicht werde. Er wies darauf hin, dass komplizierte und chaotische Situationen in den späten Phasen der Entwicklung oft zu Verzögerungen führen können und dass die Weiterentwicklung von Linux 7.1 zumindest in der aktuellen Phase weiterhin unter Kontrolle sei.