Das Trump Mobile T1-Smartphone der Trump Organization ist seit seiner viel beachteten Markteinführung im Juni 2025 noch nicht in den Handel gekommen und hat mehr als 590.000 Menschen, die es vorbestellt haben, immer wieder enttäuscht, und es ist jetzt wahrscheinlich, dass das Telefon, das als „Made in the USA“ angepriesen wird, nie das Licht der Welt erblicken wird.

Nach dem damals von Trump Mobile angekündigten Plan wurde das T1 als „Made in the United States“-Smartphone positioniert. Es wurde als Reaktion auf die Produktion von iPhones und anderen Produkten durch Apple und andere Unternehmen im Ausland angesehen und erfreute sich daher schnell großer Beliebtheit bei Trump-Anhängern. Ungefähr 590.000 Menschen zahlten jeweils eine Anzahlung von 100 US-Dollar, um das Telefon zu reservieren, in Erwartung eines zukünftigen Kaufpreises von 499 US-Dollar, was Trump Mobile etwa 59 Millionen US-Dollar an Frühfinanzierung verschaffte. Allerdings hat das Unternehmen fast ein Jahr nach der Erstveröffentlichung noch keine Serien-T1 an Verbraucher ausgeliefert.
Kurz nach der Veröffentlichung des T1 folgerte die Außenwelt anhand von Online-Hinweisen schnell, dass es sich bei diesem sogenannten „Made in the United States“-Telefon höchstwahrscheinlich nur um ein chinesisches Low-End-Android-Modell handelte. Das „lokal hergestellte“ Narrativ von Trump Mobile wurde somit in Frage gestellt. Dennoch tat dies der Begeisterung der Fans für die Vorbestellung keinen Abbruch. Erst als Trump Mobile stillschweigend die Worte „Made in America“ aus der Werbung entfernte, schmolzen die entsprechenden Zweifel weiter.
Der Fahrplan des T1 hat sich seitdem verzögert. Das ursprüngliche Versprechen einer Auslieferung im Spätsommer 2025 wurde nicht eingelöst, und die Veröffentlichung wurde zunächst auf später im Jahr 2025 und dann auf Anfang 2026 verschoben. Im Januar 2026 behaupteten Kundendienstmitarbeiter immer noch, dass sich T1 in der „Endphase der Zertifizierung und der Feldtests“ befinde, und erwähnten ein Zeitfenster für die Auslieferung im ersten Quartal 2026, doch auch dieser Zeitpunkt wurde stillschweigend abgebrochen. Einige Vertreter machten für die Verzögerung sogar den 43-tägigen Regierungsstillstand verantwortlich, Kritiker wiesen jedoch darauf hin, dass solche Faktoren nur begrenzte Auswirkungen auf den normalen Fortschritt eines privaten Hardwareherstellers hätten.
Im April 2026 überarbeitete Trump Mobile seine offizielle Website und das ursprünglich markierte Veröffentlichungsdatum wurde vollständig entfernt, so dass nur noch der Eingang zum „Eintragen in die Warteliste“ übrig blieb, was die pessimistische Beurteilung der Aussichten von T1 durch die Außenwelt weiter vertiefte. Während dieses Prozesses hat die Marke Trump viele Werbebilder mit einem goldenen Gehäuse, einem riesigen „T“-Logo und einer Gravur der amerikanischen Flagge gezeigt, aber bisher wurde noch kein physisches Modell an normale Verbraucher verteilt.

Was Bucher noch mehr beunruhigt, ist, dass die offizielle Website im April-Update auch eine neue Version der Nutzungsbedingungen veröffentlicht hat, die eine restriktivere Erläuterung des Einzahlungsmechanismus enthält. Das Dokument macht deutlich, dass die Anzahlung von 100 US-Dollar, die Verbraucher zahlen, keine Garantie für den Erhalt des fertigen Telefons darstellt, sondern lediglich eine „bedingte Chance“, wenn Trump Mobile tatsächlich in den Verkauf geht, um das T1 zu verkaufen. In den Bedingungen heißt es außerdem, dass die Anzahlung keinen verbindlichen Kaufvertrag darstellt und nicht den endgültigen Verkaufspreis festlegt. Trump Mobile kann die Spezifikationen vor dem Verkauf ändern, und selbst wenn es endgültig ausgeliefert wird, gibt es keine Garantie dafür, dass das Gerät im Netzwerk des Betreibers ordnungsgemäß funktioniert.
Im optimistischsten Szenario werden die 100 US-Dollar, die ein Vorbesteller zahlt, in einen entsprechenden Betrag an T1-Guthaben umgewandelt, vorausgesetzt, das Telefon kommt tatsächlich in den Verkauf. Sollte Trump Mobile beschließen, das T1-Programm vollständig abzubrechen, erklärte das Unternehmen, dass es die Anzahlung zurückerstatten würde, jedoch keine zusätzliche Verantwortung für Verzögerungen übernehmen würde, die durch Faktoren wie Teileknappheit oder regulatorische Verzögerungen verursacht werden. Verbraucher können derzeit die Stornierung von Reservierungen beantragen, dies hat jedoch die Bedenken, ob das Gesamtprojekt „unvollendet“ ist, nicht ausgeräumt.
Die gravierende Stagnation des Fortschritts hat auch die Aufmerksamkeit einiger US-Gesetzgeber auf sich gezogen. Im Januar dieses Jahres schrieben Senatorin Elizabeth Warren und mehrere demokratische Kongressabgeordnete gemeinsam an die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC), in denen sie die Echtheit der „Made in America“-Werbung von Trump Mobile in Frage stellten und ob es eine „Köder-und-Swap“-Marketingmethode gab, und forderten die Regulierungsbehörde auf, relevante Marktverhaltensweisen zu erklären. Bis Mai 2026 hat die FTC jedoch weder bestätigt, ob sie eine Untersuchung gegen Trump Mobile eingeleitet hat, noch hat sie bekannt gegeben, ob sie formelle Maßnahmen einleiten wird.
Faktisch gesehen haben bereits etwa 590.000 Verbraucher eine Kaution für ein Telefon geleistet, das weder wirklich „Made in the United States“ ist noch gesehen wurde. Für diese Leute könnte das beste Ergebnis ein Trump Mobile T1 mit mittelmäßigen Spezifikationen sein, das hauptsächlich auf Markenlogos setzt. Im schlimmsten Fall wird das Projekt komplett auf Eis gelegt, die Anzahlung geht durch das lange Warten und die komplizierten Regeln verloren und der Verbraucher erhält lediglich eine teure „Studiengebühr“.