Kürzlich hat Google offiziell eine neue Funktionssuite von Gemini Intelligence veröffentlicht und betont, dass es sich dabei nicht um ein einfaches Rebranding handelt, sondern um eine Reihe erweiterter KI-Funktionen für die Android-Plattform. Berichten zufolge kann Gemini Intelligence autonom mehrstufige Aufgaben im gesamten Hintergrund ausführen, einschließlich des automatischen Abrufens, Organisierens und Transformierens von Informationen zwischen verschiedenen Anwendungen und Websites sowie der Interaktion im Namen der Benutzer. Darüber hinaus wird Gboard in Zukunft eine Komponente namens „Rambler“ einführen, die es Benutzern ermöglicht, beim Tippen verschiedene Mantras, Modalpartikel und sogar gemischt in mehreren Sprachen frei zu verwenden und das System sie weiterhin intelligent verstehen und verarbeiten kann.

Trotz seiner leistungsstarken Funktionen wird Gemini Intelligence in absehbarer Zeit nicht auf allen Android-Geräten verfügbar sein. Aktuelle öffentliche Informationen zeigen, dass es voraussichtlich zuerst auf Samsungs kommenden Klappbildschirmmodellen Galaxy Z Fold8 und Galaxy Z Flip8 landen wird, und Google hat auch bestätigt, dass die Galaxy S26-Serie und die Pixel 10-Serie diese Funktion in diesem Sommer erhalten werden. Damit ist im Grunde auch die erste Charge unterstützter Modelle festgelegt, die sich auf die neueste Generation der High-End-Flaggschiff-Produktlinien konzentriert.

In einer Fußnote auf der offiziellen Android.com-Website beschreibt Google Gemini Intelligence als High-End-Funktion „nur für Android-Geräte mit den fortschrittlichsten Funktionen und Spezifikationen“ und nennt recht anspruchsvolle Hardware- und Plattformanforderungen. Das Bemerkenswerteste daran ist, dass das Gerät mit mindestens 12 GB Arbeitsspeicher ausgestattet sein muss, was bedeutet, dass das Modell, auf dem Gemini lokal ausgeführt wird, äußerst ressourcenintensiv ist. Gleichzeitig muss das Gerät auch AICore unterstützen, einen von der Android-Systemschicht bereitgestellten Dienst, der Anwendungen KI-Funktionen basierend auf dem lokalen Gemini-Nano-Modell eröffnet.

Gemini Intelligence erfordert ausdrücklich, dass auf Geräten Gemini Nano v3 oder höher ausgeführt wird, und die Anzahl der Geräte, die diese Anforderung erfüllen, ist immer noch sehr begrenzt. Zusätzlich zum harten Hardware-Schwellenwert listet Google auch eine Reihe weiterer Bedingungen auf, die eher einer „Qualifikationszertifizierung“ zu ähneln scheinen. Beispielsweise muss der Chip ein „qualifizierter Flaggschiff-SoC“ sein, das Gerät muss die Markteinführungsqualitätstests auf der A17+-Plattform bestehen und Qualitätskennzahlen wie niedrige Absturzraten im tatsächlichen Einsatz beibehalten.

Im Hinblick auf den Software-Lebenszyklus müssen Geräte, die Gemini Intelligence unterstützen, mindestens fünf große Systemversions-Upgrades und sechs Jahre lang vierteljährliche Sicherheitsupdates durchführen. Darüber hinaus müssen Geräte Android Virtualization Framework (AVF) sowie pKVM (Protected Kernel-based Virtual Machine) unterstützen, um Sicherheitsisolations- und Virtualisierungsanforderungen zu erfüllen. Google erwähnte in dem Dokument auch vage einige Anforderungen an die „neueste Medienleistung“, wie z. B. räumliches Audio, Leistung in Umgebungen mit wenig Licht, HDR-Fähigkeiten und die Notwendigkeit, dass Spiele Standards wie jährliche GGI- und Treiberaktualisierungen erfüllen.

Unter solch mehreren Schwellenwerten wird die Anzahl der Android-Modelle, die wirklich in diesen „extrem exklusiven Club“ aufgenommen werden können, zwangsläufig sehr begrenzt sein. Interessanterweise hat ein früheres Spezifikationsleck zur Pixel-11-Serie ergeben, dass einige Nicht-Pro-Modelle möglicherweise mit nur 8 GB RAM erhältlich sind. Wenn Google auf dem Endergebnis von 12 GB Speicher besteht, können diese Mittelklasse-Pixel 11 möglicherweise nicht die neueste Gemini-Intelligence-Funktion nutzen, was ebenfalls für viele Fragen und Diskussionen auf dem Markt gesorgt hat.