Wenn Sie sich jemals gefragt haben, wie unsere Sonne in ihren Anfängen aussah, hat die NASA vielleicht endlich die Antwort. Astronomen, die das James-Webb-Weltraumteleskop nutzen, haben einen fernen Stern in seinen Kinderschuhen entdeckt und glauben, dass er sich zu unserer Sonne entwickeln wird.
Das James Webb Space Telescope (JWST) der NASA wurde 2021 gestartet und wird im Juli 2022 seinen Betrieb aufnehmen. Es hat unzählige atemberaubende Fotos gemacht und viele unglaubliche Entdeckungen gemacht. Von neuen detaillierten Beobachtungen nahegelegener Planeten wie Jupiter über die Beobachtung von Asteroiden-Umleitungstests bis hin zum Aufnehmen von Selfies. Die große Bandbreite an Technologien, die in JWST enthalten sind, ermöglicht es auch, zu identifizieren, welche Ressourcen auf Monden und Planeten vorhanden sind, die Hunderte von Lichtjahren entfernt sind.
Eine der neuesten Entdeckungen von JWST liegt jedoch näher an der Erde, als Sie vielleicht denken. Die NASA nutzte dieses Teleskop, um einen jungen Stern, allgemein bekannt als Protostern, im Sternbild Perseus zu entdecken, etwa 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Stern befindet sich derzeit im Protosternstadium der Kategorie 0, was bedeutet, dass er weniger als 100.000 Jahre alt ist.
Wenn sich ein Stern im Keimlingsstadium befindet, sieht er nicht so aus, wie man es sich normalerweise vorstellt. Ein Protostern ist keine leuchtende und brennende Gaskugel, wie wir sie auf der Sonne sehen, sondern wird normalerweise als dunkler Hohlraum gesehen, der von einer Masse begleitet wird, die als Herbig-Haro-Objekt (HH) bekannt ist. HH-Objekte sind Ansammlungen von Gas, das von jungen Sternen ausströmt, die im Vakuum des Weltraums mit anderem Gas und Staub kollidieren und dabei leuchtende Farben erzeugen.
Dieses als HH211 klassifizierte HH-Objekt ist in seinen wilden Blau- und Rosatönen zu sehen, während der junge Stern Gas ausstößt. Dieses Gas wird wahrscheinlich noch weiter aus dem Stern ausgestoßen, bis er in ferner Zukunft in die nächste protostellare Stufe, Klasse I, eintritt. An diesem Punkt beginnt der Stern zu leuchten und zu schmelzen, so wie es unsere Sonne seit Milliarden von Jahren tut.
Die NASA beschreibt den Stern und sein HH-Objekt als „kleine Analoga unserer Sonne von vor Zehntausenden von Jahren“. Derzeit hat er nur 8 % der Masse unserer Sonne, aber mit der Zeit wird er zu einem Stern so groß wie die Sonne heranwachsen.
In etwas mehr als einem Betriebsjahr scheint die NASA vom JWST ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten zu haben. Ohne seinen Vorgänger, das Hubble-Weltraumteleskop, wären Entdeckungen wie diese viel schwieriger, wenn nicht sogar unmöglich. Bei so vielen herausragenden Erträgen in so kurzer Zeit kann man sich in naher Zukunft kaum weitere aufregende Entdeckungen von JWST vorstellen.