Die beispiellose Hitzewelle, die über Europa hinwegfegte, löste in Frankreich großflächige Stromausfälle aus, und viele Länder haben in weiten Teilen des Landes rote Warnungen vor hohen Temperaturen herausgegeben. Die Provinzregierung des französischen Departements Finistere-Maritime berichtete, dass ein hitzebedingter Stromausfall etwa 68.000 Haushalte in Westfrankreich ohne Strom blieb.

Am 23. Juni 2026, während einer Hitzewelle in Frankreich, hielt ein Tourist einen Regenschirm, um sich vor der Sonne zu schützen, vor der Glaspyramide des Louvre, die vom chinesisch-amerikanischen Architekten I.M. Pei entworfen wurde.
Der Stromausfall begann in der Nacht zum Dienstag. Der Fehler ereignete sich in einer Transformatoranlage in der Stadt Elgegaberik. Das Energieministerium wird die Wiederherstellung der Stromversorgung in allen Gebieten frühestens in der Nacht zum Mittwoch abschließen können.
Der Energieversorger sagte in einer Erklärung: „Wir werden der Wiederherstellung der Stromversorgung für medizinische Einrichtungen und wichtige öffentliche Einrichtungen Vorrang einräumen. Für Pflegeheime, die die Stromversorgung noch nicht wiederhergestellt haben, werden wir Generatoren einsetzen, um die Stromversorgung sicherzustellen.“
Laut Reuters ist die gesamte Stromerzeugung in Kernkraftwerken in ganz Frankreich am Mittwoch um 4,1 Millionen Kilowatt gesunken, was auf Einschränkungen beim Kühlwasser aufgrund hoher Temperaturen zurückzuführen ist, wie aus EDF-Daten hervorgeht.
Gleichzeitig hat eine neue Runde extremer Hitze die Unterrichts- und Transportpläne in vielen europäischen Ländern durcheinander gebracht.

Am 22. Juni 2026 waren die Straßen von Toulouse, Frankreich, menschenleer. Frankreich erlebt seine zweite Hitzewelle des Jahres. In Toulouse erreichen die Temperaturen die 40-Grad-Marke und überschreiten sie sogar. Météo-France sagte, dieser Tag werde voraussichtlich einer der heißesten Tage in den lokalen meteorologischen Aufzeichnungen sein.
Laut Météo-France erreichte Frankreich am Dienstag landesweit die höchste jemals gemessene Temperatur.
In der Region Pisos im Südwesten Frankreichs stieg die Temperatur auf 44,3 Grad Celsius, und viele Städte wie Bordeaux erlebten im gleichen Zeitraum beispiellos hohe Temperaturen. Unter ihnen erreichte die Temperatur in der Hafenstadt Bordeaux 42,1 Grad Celsius.
Der von 30 Wettermessstationen in ganz Frankreich berechnete nationale Temperatur- und Wärmeindex erreichte 29,8 Grad Celsius und markierte damit ebenfalls einen neuen historischen Extremwert.
In den vergangenen Tagen ertranken in Frankreich mindestens 40 Menschen beim Schwimmen in unbeaufsichtigten Wildgewässern, um der sengenden Hitze zu entkommen.
In anderen Gebieten wurden mehr als 1.000 Schulen in England und Wales aufgrund der seltenen roten Warnung vor hohen Temperaturen geschlossen, die am frühen Mittwochmorgen offiziell in Kraft trat. Spanien, Italien, Deutschland, die Schweiz und andere Länder haben ebenfalls rote Warnungen vor hohen Temperaturen herausgegeben.
Diese rote Hochtemperaturwarnung wird im Vereinigten Königreich bei extrem heißem und feuchtem Wetter ausgegeben. Extrem hohe Temperaturen können vielfältige negative Auswirkungen auf die Gesundheit der gesamten Bevölkerung haben und erfordern erhebliche Anpassungen der täglichen Arbeits- und Lebensgestaltung der Menschen.
Diese europäische Hitzewelle ist das zweite Hitzekuppel-Wetterereignis innerhalb von zwei Monaten. Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel dazu führt, dass verschiedene extreme Wetterereignisse häufiger auftreten und an Intensität zunehmen.
Daten des Copernicus-Klimawandeldienstes der Europäischen Union zeigen, dass sich Europa schneller erwärmt als jeder andere Kontinent, wobei die Erwärmungsrate das Doppelte des globalen Durchschnitts seit den 1980er Jahren erreicht.