Die Kartellbehörde der Europäischen Union erklärte am Dienstag, dass die finanzielle Unterstützung von Microsoft für OpenAI, den Entwickler des KI-Chatbots ChatGPT, möglicherweise den EU-Fusions- und Übernahmevorschriften unterliegt. Letztes Jahr versprach Microsoft, mehr als 10 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, erhielt jedoch kein Stimmrecht. Microsoft gab außerdem an, keine Anteile an OpenAI zu besitzen.

Heute erklärte die Europäische Kommission in einer Erklärung: „Wir prüfen, ob die Investition von Microsoft in OpenAI im Rahmen der EU-Fusionskontrollvorschriften überprüft werden kann.“

Die Europäische Kommission sagte außerdem, sie untersuche die Auswirkungen einiger Vereinbarungen zwischen großen digitalen Marktteilnehmern und Entwicklern und Anbietern generativer KI auf die Marktdynamik, ohne die Namen der Unternehmen zu nennen.

Gleichzeitig möchte die Europäische Kommission, dass Interessenten bis zum 11. März Rückmeldungen zum Wettbewerb in den Bereichen VR/AR und generative KI geben. Auch an mehrere große Digitalunternehmen wurden entsprechende Informationsanfragen gestellt.

EU-Kartellkommissarin Margrethe Vestager sagte: „Wir laden Unternehmen und Experten ein, uns über etwaige Wettbewerbsprobleme in diesen Branchen zu informieren, und wir legen auch großen Wert auf die Zusammenarbeit im Bereich KI, um sicherzustellen, dass sie den Marktwettbewerb nicht übermäßig verzerren.“