Am Dienstag (9. Januar) Ortszeit gaben das amerikanische Weltraumforschungsunternehmen VoyagerSpace und der französische Airbus bekannt, dass die beiden Parteien die Transaktion zur Gründung eines Joint Ventures „StarlabSpace LLC“ abgeschlossen haben. In der Pressemitteilung heißt es, dass Starlab, ein transatlantisches Joint Venture, für die Planung, den Bau und den Betrieb der kommerziellen Raumstation Starlab verantwortlich sein wird. Darüber hinaus hat das Starlab-Team eine „Systemdefinition auf Standortebene“ abgeschlossen, ein wichtiger Meilenstein bei der Bewertung der technischen und verfahrenstechnischen Verantwortlichkeiten des Programms.
Voyager-Präsident Matt Kuta sagte: „Unser Ziel ist es, die kommerzielle Raumfahrtrevolution voranzutreiben, und es ist klar, dass wir im kommerziellen erdnahen Orbit (LEO) führend sind.“ Im August letzten Jahres hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit Airbus getroffen, der für die Bereitstellung technischer Designunterstützung und Fachwissen für Starlab verantwortlich ist.
Mit der Beteiligung von Airbus an Starlab wird Europas Position im erdnahen Orbit gesichert. Jean-Marc Nasr, Leiter Verteidigungs- und Raumfahrtsysteme bei Airbus, sagte: „Das Joint Venture untermauert unser starkes Engagement, gemeinsam mit Voyager die Zukunft der kommerziellen Raumfahrt neu zu gestalten.“
Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei Starlab um eine kontinuierlich bemannte, frei fliegende Raumstation handelt, die der kommerzielle Nachfolger der in den Ruhestand gehenden Internationalen Raumstation werden soll. Es wird nicht nur Dienstleistungen für die Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) erbringen, sondern auch neue Möglichkeiten für kommerzielle Nutzer bieten.
Die NASA prognostiziert, dass die Internationale Raumstation ihren Betrieb vor 2030 einstellen wird. Der Start der kommerziellen Raumstation Starlab ist für 2028 geplant, um die weitere Präsenz von Astronauten im erdnahen Orbit sicherzustellen.
Es sollte beachtet werden, dass Starlab nicht die einzige Option der NASA ist. Im Jahr 2021 unterzeichnete die NASA Vereinbarungen mit drei kommerziellen Raumfahrtunternehmen in den Vereinigten Staaten, darunter Nanoracks, eine Tochtergesellschaft von Voyager, und die beiden anderen Projekte wurden an Jeff Bezos‘ Blue Origin bzw. Northrop Grumman vergeben.