Kioxia wurde im Juni 2018 von der Toshiba Corporation abgespalten. In den frühen 1980er Jahren, als es Teil des japanischen Mischkonzerns war, galt das Unternehmen als Erfinder des Flash-Speichers. Jetzt bringt Kioxia die gleiche Speichertechnologie in die Umlaufbahn.

In Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat Kioxia kürzlich mehr als 130 TB SSD-Speicherkapazität zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt. Der japanische Speicherhersteller hat einen aktualisierten HPE Spaceborne Computer-2 mit mehreren Solid-State-Speicherlaufwerken ausgestattet und bietet Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation leistungsstarken Flash-Speicher und beispiellose Rechenleistung.

Chioscia erklärte, dass HPE Spaceborne Computer-2 hauptsächlich auf kommerzieller Standardtechnologie basiert, um High-Performance-Computing (HPC)-Funktionen im Weltraum bereitzustellen. Bevor die ISS ihren eigenen „lokalen“ Supercomputer nutzen kann, müssen Astronauten alle experimentellen Daten zur Verarbeitung an die Erde senden.

Dank der Kioxia-HPE-Partnerschaft können ISS-Bewohner nun Daten direkt vor Ort verarbeiten und analysieren, mit 30.000-mal weniger Downloads. Kioxia erklärte, dass der HPE Spaceborne Computer-2 für die Durchführung einer Vielzahl experimenteller HPC-Arbeitslasten im Weltraum konzipiert ist, darunter Gesundheitswesen, Wiederherstellung nach Naturkatastrophen, 3D-Druck, 5G-Kommunikation, künstliche Intelligenz und mehr.

Kioxia bietet die vollständigen Datenspeicherfunktionen von HPE-Supercomputern, einschließlich SAS-Laufwerken der Enterprise-Klasse und herkömmlichen NVMe-Laufwerken. HPE Spaceborne Computer-2 umfasst acht 1-TB-NVMe-Laufwerke, vier 960-GB-SASSSDs und vier SASSSDs der Enterprise-Klasse mit einer Einzelkapazität von 30,72 TB. Die Gesamtspeicherkapazität übersteigt laut Kioxia 130 TB, was der größten Datenspeicherung bei einer einzelnen Mission auf der Internationalen Raumstation entspricht.

Kioxia betonte, dass sich Solid-State-Speicherlaufwerke besser für Weltraummissionen eignen als herkömmliche Magnetfestplatten, da sie die Anforderungen an Leistung, Leistung und Zuverlässigkeit im „Weltraum“ besser erfüllen können. SSDs haben keine beweglichen Teile und sind viel schneller als Festplatten. Festplatten haben in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass sie im Weltraum zuverlässig funktionieren, aber Flash-Speicher sind derzeit sicherlich die bessere Lösung.

Kioxia wird den Flash-Speicher auf Space Computer-2 während der gesamten Mission täglich überwachen. Tägliche Protokolldateien werden von der Internationalen Raumstation zur Erde gestreamt, sodass Ingenieure die Gesundheitsdaten des Laufwerks verfolgen und analysieren können, um besser zu verstehen, wie Flash-basierte Speichergeräte tatsächlich im Weltraum funktionieren.