Meta hat gerade ein neues Headset, Quest 3, herausgebracht und erklärt, dass dies nicht nur ein großer Fortschritt für die Quest-Produktreihe sei, sondern auch Metas allgemeine Zukunftsaussichten. Quest3 ist nicht nur ein VR-Headset wie Quest2, sondern ein Mixed-Reality-Gerät wie Apple VisionPro. Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie das Headset tragen, alles sehen können, was in der realen Welt passiert, und mit den Dingen um Sie herum interagieren können. Quest3 kostet ab 499,99 $ und kann ab sofort vorbestellt werden. Der Versand beginnt am 10. Oktober.
Meta hatte die Einführung von Quest3 bereits im Juni dieses Jahres angekündigt, als es versuchte, vor der Veröffentlichung von VisionPro auf den Markt zu kommen. „Sie brauchen keine Kabel, Sie brauchen keinen Akku“, sagte Quest3-Produktmanagerin Palwasha Khatri auf einer Pressekonferenz. Schon jetzt versucht Meta eindeutig, sich als eher Mainstream-Mixed-Reality-Headset zu positionieren.
Meta hat das Datenblatt des Geräts deutlich ausgearbeitet. Quest3 ist mit dem Snapdragon XR2-Prozessor der zweiten Generation und 8 GB Speicher ausgestattet. Meta behauptet, dass sich die Grafikleistung gegenüber Quest2 verdoppelt hat und sogar viel besser ist als bei QuestPro, das den XR2-Chip der vorherigen Generation verwendet. Das günstigste Quest3 verfügt über 128 GB internen Speicher, 512 GB sind für 649,99 $ erhältlich. Laut Meta ist die Akkulaufzeit „ähnlich wie bei Quest 2“, was je nach Aktivität zwischen 90 Minuten und 3 Stunden bedeutet.
Das Objektiv des Quest3 ist mit Abstand das beste, das Meta auf den Markt gebracht hat: Vor jedem Auge befindet sich ein LCD-Display mit einer Auflösung von 2064 x 2208, wobei eine ähnliche Displaykonfiguration wie beim QuestPro verwendet wird. Das Sichtfeld des Quest3 beträgt 110 Grad horizontal und 96 Grad vertikal, was etwa 15 % mehr als beim Quest2 und etwas besser als beim Pro ist. Über ein neues Rädchen an der Außenseite des Headsets lassen sich die Linsen zudem verstellen, um es einfacher zu machen, für verschiedene Personen eine passende Position zu finden.
Einige der Spezifikationen und Technologien des Quest 3 sind vom Pro übernommen, während andere natürliche Upgrades des drei Jahre alten Quest 2 sind.
Der wichtigste Hardware-Unterschied sind die Kameras: Zwei neue Vollfarbkameras auf der Vorderseite des Headsets verbessern die Videoübertragung erheblich, und Benutzer können wählen, ob sie das Quest 3 im vollständig immersiven VR-Modus oder im sogenannten „Hybrid“-Modus verwenden möchten, in dem Sie sowohl die reale Umgebung als auch das Spiel oder den Inhalt, den Sie gerade ansehen, sehen können.
Auch wenn dies noch keine ganz holografische Augmented Reality ist, ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Um zwischen verschiedenen Modi zu wechseln, können Sie den Controller verwenden oder zwei Finger gleichzeitig doppeltippen; Diese Doppeltipp-Geste ist ebenfalls eine Kernfunktion von VisionPro und scheint zur herkömmlichen Art der Bedienung des Headsets geworden zu sein.
Das Headset selbst ist etwas kleiner und tatsächlich etwas schwerer als sein Vorgänger (515 Gramm im Vergleich zu 503 Gramm beim Quest2). Laut Meta ist das neu gestaltete Headset komfortabler zu tragen, aber wir müssen abwarten und sehen.
Wie erwartet verzichtet der TouchPlus-Controller des Quest3 auf den großen Tracking-Ring und verwendet stattdessen einen Infrarotsensor zur Positionsverfolgung. Natürlich unterstützt Quest3 auch Handtracking, sodass Nutzer bei Bedarf auf den Controller verzichten können.
Was das Quest 3 angeht, scheint Meta es immer noch als primäres Gaming-Gerät zu betrachten. Alle Quest2-Spiele können auf dem neuen Headset gespielt werden. Meta wirbt es auch als Fitness- und Wellnessgerät, das dank Apps wie Supernatural im VR-Bereich populär geworden ist. Natürlich hat Meta immer noch Horizon Worlds und Horizon Workshops und einen großen Traum von der Zukunft des Metaversums, aber die Veröffentlichung von Quest 3 scheint sich mehr auf aktuelle Möglichkeiten zu konzentrieren.
Quest 3 steckt voller Upgrades und verspricht neue Funktionen. Wir haben das Headset bereits ausprobiert, müssen aber noch weitere Tests durchführen, um zu sehen, ob es sich um das Mainstream-Mixed-Reality-Headset handelt, das Meta verspricht. Doch nach dem Scheitern von QuestPro scheint zumindest Meta wieder auf dem richtigen Weg zu sein.