Apple hat damit begonnen, russische Journalisten zu warnen, dass sie mit Pegasus angegriffen wurden, der Spyware, die die Regierung verwendet, um iPhones zu hacken und zu überwachen. Pegasus ist bekanntermaßen ein Tool, das von Regierungen und Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt eingesetzt wird, um die Aktivitäten von Interessenten, darunter Aktivisten und Journalisten, heimlich zu überwachen. In den neuesten Berichten über das Malware-Tool wird behauptet, dass es nun gegen Journalisten eingesetzt wird, die über Russland berichten.
Nach Angaben der New York Times hat Apple proaktiv Benachrichtigungen an Journalisten und Medienmitarbeiter russischer Nachrichtenorganisationen gesendet und sie darüber informiert, dass sie von „staatlich geförderten Hackern“ angegriffen wurden.
Berichten vom Mittwoch zufolge warnte Apple, dass Galina Timchenko, die Herausgeberin der russischen Exilpublikation Meduza, möglicherweise Gegenstand eines staatlich geförderten Angriffs gewesen sei. Timtschenkos iPhone wurde in Deutschland infiziert, zwei Wochen nachdem die Zeitung im Januar von Russland als „schlechte Organisation“ eingestuft worden war.
Am Donnerstag gab Jewgeni Erlich, der ehemalige Herausgeber von Current Times, in den sozialen Medien bekannt, dass er die gleiche Warnung von Apple erhalten habe. Die gleiche Warnung erhielten auch Maria Epirfanova und Evgeniy Pavlov von Novaya Gazeta.
Apple gibt Benachrichtigungen über staatlich geförderte Bedrohungen durch Angreifer heraus und verfügt über eine vollständige Support-Seite, auf der erläutert wird, um welche Bedrohungen es sich handelt und wie Benutzer ihre Konten sperren sollten.
Trotz internationaler Kritik an PegASUS und seiner Entwicklung durch die NSO Group wird das Tool weiterhin weiterentwickelt und für Überwachungszwecke eingesetzt. Im Mai wurden angeblich mindestens ein Dutzend Opfer in Armenien von Pegasus angegriffen, was den ersten dokumentierten Einsatz von iPhone-Spyware in einem militärischen Konflikt darstellte.
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