Berichten vom 17. September zufolge kündigte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kürzlich in der jährlichen Rede zur Lage der EU in Straßburg das Europäische Parlament an: „Die Europäische Kommission hat eine Untersuchung der von der chinesischen Regierung an Elektrofahrzeughersteller gewährten Subventionen eingeleitet, um zu prüfen, ob die EU Zölle erheben muss, um sich vor chinesischen Elektrofahrzeugherstellern zu schützen, die von staatlichen Subventionen profitieren.“

Anderen Berichten zufolge sagte ein EU-Beamter:Der Preis für chinesische Elektrofahrzeuge ist etwa 20 % günstiger als für lokale Elektrofahrzeuge in Europa, was die lokalen Automobilhersteller erheblich unter Druck gesetzt hat.

Allerdings gibt es innerhalb Europas unterschiedliche Ansichten über die Aussage der EU, dass „chinesische Autos auf staatliche Subventionen und niedrige Preise angewiesen sind, um den europäischen Markt zu erobern“.

Die „Baden Zeitung“ wies darauf hin, dass europäische Autokonzerne nicht mit chinesischen Elektroautoherstellern konkurrieren können, die Einführung von Strafzöllen auf chinesische Elektroautos aus Antidumpinggründen jedoch nicht der richtige Weg zur Lösung des Problems sei. Tatsächlich gewährt die EU auch enorme Subventionen für ihre Elektrofahrzeugindustrie.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisierte:Chinas Marktanteil für Elektroautos steigt nicht nur wegen der Subventionen, sondern auch, weil die Qualität besser ist als die der europäischen Konkurrenten, und die Europäer täten gut daran, die Bürokratie zu reduzieren.

Darüber hinaus wiesen einige Medien darauf hin, dass Tesla mittlerweile Städte in Europa erobert und die US-Regierung das Unternehmen ebenfalls mit zahlreichen Subventionen ausgestattet hat. Wenn Europa Zölle auf chinesische Autos erhebt, sollte man dann auch Tesla in Betracht ziehen?