Google kündigte am 17. November an, seinen Wettervorhersagedienst umfassend zu modernisieren und das neu entwickelte KI-Wettermodell „WeatherNext 2“ einzuführen. Dieses neue Modell wird in viele der beliebten Produkte von Google integriert, darunter Such-, Gemini- und Pixel-Telefone.

Berichten zufolge hat die KI-gestützte Wettervorhersage von Google hinsichtlich der Genauigkeit bereits gute Ergebnisse erzielt. Bisher übertrafen KI-Wettermodelle herkömmliche physikbasierte Modelle hinsichtlich der Geschwindigkeit und Effizienz der Erstellung von Vorhersagen. Laut Google kann WeatherNext 2 den TPU-Chip von Google nutzen, um Prognoseaufgaben, für die herkömmliche Supercomputer Stunden benötigen würden, in weniger als einer Minute zu erledigen.

„Wir legen Laborergebnisse in großem Maßstab in die Hände der Nutzer. Wir glauben, dass diese Vorhersagen so effizient und praktisch sind, dass sie nicht mehr auf experimentelle Natur beschränkt sind.“ sagte Peter Battaglia, Senior Director für Forschung und Nachhaltigkeit bei Google DeepMind, auf einer Pressekonferenz.

Es wird berichtet, dass das KI-Modell WeatherNext 2 der neuen Generation in der Vorhersagegeschwindigkeit achtmal schneller ist als die vorherige Generation und außerdem 99,9 % der Variablen (wie Temperatur und Wind) genauer vorhersagt. Das Modell kann auf der Grundlage des Ausgangspunkts Hunderte möglicher Ergebnisse generieren und 15 Tage im Voraus Vorhersagen treffen, die stundenweise Wettervorhersagen unterstützen. Dies ist besonders wichtig für Anwender in Bereichen wie Energie, Landwirtschaft, Transport und Logistik, da sie einen höheren Bedarf an präzisen Informationen auf Stundenebene haben.

Der Grund, warum WeatherNext 2 eine effiziente Vorhersage erreichen kann, liegt darin, dass es eine neue Strategie namens „Functional Generative Network (FGN)“ anwendet. FGN generiert mehrere Vorhersagen in einem einzigen Schritt, indem es bei jeder Eingabe Rauschen (gezielte Zufälligkeit) einführt. Diese Technik reduziert die Notwendigkeit wiederholter Berechnungen erheblich.

Google sagte, dass WeatherNext 2 nicht nur für Produkte wie Karten, Suche, Gemini und Pixel Weather eingeführt wird, sondern auch Frühzugangspläne für Unternehmenskunden mit individuellen Anforderungen bieten wird. Relevante Daten werden Forschungseinrichtungen und Big-Data-Analysekunden über Plattformen wie Google Earth Engine und BigQuery zugänglich gemacht.

Derzeit ist der Wettbewerb im Bereich der Wetter-KI immer härter, da Institutionen und Unternehmen wie das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen, NVIDIA und Huawei alle ihre eigenen KI-Wettermodelle entwickeln.