Die erste Kandidatenversion des Linux-Kernels 7.0-rc1 wurde offiziell veröffentlicht. In der Entlassungs-E-Mail scherzte Linus Torvalds nicht nur über seine digitale Phobie, sondern ging auch halb im Scherz auf das heikle Thema Nachfolge ein.Für viele Entwickler bedeutet eine große Änderung der Versionsnummer normalerweise eine drastische Änderung der Architektur, in der Evolutionslogik des Linux-Kernels ist dies jedoch nicht der Fall.

Torvalds sagte unverblümt, dass der Grund für seinen Wechsel von der 6.x-Serie zur 7.0 nicht etwa störende funktionale Durchbrüche waren, sondern einzig und allein, weil er unter einer Phobie vor großen Zahlen litt.

„Ich bin etwas verwirrt von großen Zahlen und nicht besonders gut darin, mit ihnen umzugehen“, schrieb er halb im Scherz.

Derzeit unterhält der Linux-Kernel einen Rhythmus, bei dem alle 3,5 Jahre eine Hauptversion aktualisiert wird. Wenn die Nebenversionsnummer nahe bei x.19 liegt, wird sich Torvalds dafür entscheiden, sie zu verwenden. Dieser Rhythmus besteht seit vielen Jahren und ist zum Standard in der Community geworden.

Torvalds deutete in der E-Mail den Nachfolgeplan für Linux an. Er sagte, dass er keinen klaren Plan für eine unendlich größere Hauptversionsnummer gemacht habe.

Gleichzeitig tröstete er aber auch die Community: „Ich glaube, dass es bis dahin einen fähigeren Linux-Verantwortlichen geben wird, der keine Angst vor Zahlen über einem Dutzend haben wird.“

Vor nicht allzu langer Zeit hat die Linux-Community offiziell einen Notfallplan formuliert, um sicherzustellen, dass die Kernel-Entwicklung reibungslos übergehen kann, selbst wenn Torvalds abreist oder ein Unfall passiert.