Samsung Electronics kündigte am Dienstag an, weitere Geräte in sein Selbstreparaturprogramm aufzunehmen, darunter erstmals auch faltbare Telefone. Berichten zufolge kündigte Samsung im Sommer 2022 an, mit iFixit, einem bekannten Demontageunternehmen, zusammenzuarbeiten, um einen Selbstbedienungs-Reparaturplan auf den Markt zu bringen. Das Programm bietet Galaxy-Nutzern die Möglichkeit, Originalzubehör zu erwerben, mit dem sie den Bildschirm, das Rückglas, den Ladeanschluss, die Lautsprecher, das SIM-Kartenfach, die Seitentasten und die Lautstärketasten ihres Galaxy-Smartphones austauschen können.
Ebenso können Nutzer der GalaxyBook-Serie auch das vordere und hintere Gehäuse, das Display, den Akku, das Touchpad, den Power-Button mit Fingerabdruckleser, Gummifüße, Lüfter und Lautsprecher reparieren.
Der Plan galt ursprünglich nur für Mobiltelefone der Samsung Galaxy S21/S20-Serie und Galaxy Tab S7+-Tablets, doch Anfang 2023 werden die Galaxy S22-Serie und einige Galaxy Pro-Laptops hinzugefügt.
Heute hat Samsung Electronics das Programm zum ersten Mal auf Galaxy-Handys mit faltbarem Display ausgeweitet, darunter das Galaxy Z Flip 5 und das Z Fold 5, um Galaxy-Benutzern zusätzlichen Komfort und Auswahl zu bieten. Das Unternehmen sagte, dass bis Dezember weitere Galaxy-Produkte dem Programm beitreten werden, darunter die Galaxy S23-Serie, die Tab S9-Serie und die Galaxy Book 2 Pro-Serie.
Das Selbstreparaturprogramm von Samsung war zunächst nur in den USA verfügbar, wurde jedoch Anfang des Jahres auf Südkorea, Brasilien, Mexiko und ausgewählte europäische Länder ausgeweitet. Jetzt weitet Samsung die Abdeckung des Programms auf weitere 30 Länder in Europa aus, darunter Dänemark, Griechenland, Ungarn und Portugal.
Vor einigen Monaten bot Google mit dem Pixel Fold erstmals DIY-Reparaturmöglichkeiten für seine faltbaren Telefone an. Allerdings sind Ersatzteile für das Pixel Fold teuer, allein der Innenbildschirm kostet 900 US-Dollar.