Laut Axios entwirft das US-Handelsministerium neue Vorschriften, um die bundesstaatliche behördliche Überprüfung von KI-Chip-Exporten auszuweiten, doch der Entwurf stößt derzeit auf Widerstand im Weißen Haus. Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses gab bekannt, dass US-Präsident Trump sich eindeutig gegen jegliche restriktive Intervention ähnlich der der vorherigen Regierung ausgesprochen habe. Da Chipgiganten wie Nvidia und AMD versuchen, ihre Märkte im Ausland weiter auszubauen, zielt der Entwurf darauf ab, der Regierung eine umfassendere Kontrolle über den Export von KI-Chips ins Ausland zu geben.

Beamte des Weißen Hauses wiesen als Reaktion auf den Entwurf darauf hin, dass sein Inhalt nicht Trumps politische Leitlinien zu Exportkontrollen und der Förderung des Exports amerikanischer KI-Technologie widerspiegele. Ein anderer Verwaltungsbeamter fügte hinzu, dass sich die Vorschriften noch in einem „sehr frühen Stadium“ befänden und dass alle künftigen Schritte der Regierung strikt im Einklang mit dem bestehenden KI-Aktionsplan des Weißen Hauses stünden. Es wird berichtet, dass es sich bei diesem 129-seitigen Entwurf um die sechste Version handelt, die vom Bureau of Industry and Security (BIS) des US-Handelsministeriums erstellt wurde. Nach der Unterzeichnung durch Handelsminister Howard Lutnick wurde es letzte Woche an das Office of Management and Budget (OMB) geschickt. OMB hat bis nächsten Donnerstag Zeit, Feedback zu den endgültigen Ergebnissen der behördenübergreifenden Überprüfung zu geben.
Die Kernanforderung des Entwurfs besteht darin, dass ausländische Käufer eine Genehmigung der US-Regierung einholen müssen. Diese Bestimmung hat in der Branche große Besorgnis hervorgerufen. Brancheninsider nennen diesen Entwurf die „Proliferation 2.0“-Version früherer restriktiver Richtlinien und kritisieren die übermäßigen Eingriffe, die die globale Wettbewerbsfähigkeit von US-Unternehmen erheblich beeinträchtigen könnten. Die zuvor von der Biden-Regierung festgelegten Regeln zur Verbreitung von KI-Technologie wurden letztes Jahr von Trump offiziell aufgehoben. Derzeit ist Trump eher geneigt, den Export von KI-Chips als strategisches Verhandlungsinstrument in bilateralen Verhandlungen mit anderen Ländern zu nutzen, und zieht es vor, ein gewisses Maß an dynamischer Kontrolle über die Technologieproduktion aufrechtzuerhalten. Auch das US-Handelsministerium bestätigte am Donnerstag, dass die Regierung derzeit über erfolgreiche Erfahrungen bei der Förderung von Technologieexporten im Nahen Osten diskutiere, um entsprechende Modelle zu formalisieren.