In den letzten Jahren wurde die AAA-Gaming-Branche von steigenden Budgets geplagt. Da die Kosten für die Spieleproduktion immer höher werden, schrumpfen die Gewinnmargen der Studios kontinuierlich und auch die Aussichten der gesamten Branche werden getrübt. Ging man früher allgemein davon aus, dass die Entwicklungskosten von AAA-Spielen zwischen 100 und 250 Millionen US-Dollar lagen, ist diese Zahl laut Brancheninsidern inzwischen weiter gestiegen. Derzeit liegt das durchschnittliche Budget von AAA-Projekten im Allgemeinen bei über 300 Millionen US-Dollar.
Kürzlich veröffentlichte Bloomberg-Reporter Jason Schreier einen Artikel, in dem er darauf hinwies, dass Entwicklungskosten von über 300 Millionen US-Dollar im AAA-Bereich üblich sind und teilweise sogar weit darüber liegen. Beispielsweise können die Entwicklungskosten für ein Werk wie „GTA6“ viel höher sein. Schreier betonte, dass in der Gebühr keine Prämien für Führungskräfte großer Spielestudios enthalten seien. Mit anderen Worten: In einem typischen drei- bis vierjährigen Entwicklungszyklus erreichen oder übersteigen allein die Entwicklergehälter und andere direkt damit verbundene Ausgaben 300 Millionen US-Dollar.

Das genaue Budget eines Spiels ist oft schwer zu überprüfen, aber Schreier sagte, dass die AAA-Projekte, mit denen er in letzter Zeit in Berührung kam, „alle über 300 Millionen US-Dollar, manchmal sogar viel mehr“ kosteten, was seiner Meinung nach eine Erklärung für die aktuellen Schwierigkeiten in der Branche darstellt. Eine grobe Berechnung zeigt, dass ein Spiel mit einem Preis von 70 US-Dollar und Entwicklungskosten von 300 Millionen US-Dollar mehr als 4 Millionen Exemplare verkaufen müsste, um das Geld zurückzubekommen. Wenn man Plattformprovisionen und Vertriebskosten mit einbezieht, dürfte diese Zahl bei knapp 6 Millionen Exemplaren liegen.
Sechs Millionen verkaufte Exemplare sind eine hohe Schwelle für jedes Spiel. Selbst ein mit Spannung erwarteter Titel wie Red Desert hat dieses Verkaufsniveau noch nicht erreicht. Im Gegensatz dazu sind Werke wie „Light and Shadow: Expedition 33“ und „ARC Raiders“ zu Highlights außerhalb des AAA-Modells geworden. Sie beweisen, dass auch mit begrenzten Budgets hervorragende Spiele erstellt werden können. Vielleicht ist diese Art von Modell die zukünftige Richtung einer nachhaltigen Entwicklung für die Branche.