Mehreren Quellen zufolge prüft das Startup für künstliche Intelligenz Anthropic die Möglichkeit, eigene Chips zu entwickeln. Das Unternehmen und seine Konkurrenten kämpfen mit einem Mangel an Chips für künstliche Intelligenz, die für den Betrieb und die Entwicklung fortschrittlicherer Systeme für künstliche Intelligenz von entscheidender Bedeutung sind.
Laut zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen und einer Person, die mit den Plänen von Anthropic vertraut ist, befindet sich der Plan noch in einem frühen Stadium und das Unternehmen könnte sich letztendlich dafür entscheiden, Chips für künstliche Intelligenz zu kaufen, anstatt eigene Chips zu entwickeln. Eine der Quellen sagte, das Unternehmen habe noch keinen konkreten Entwurf fertiggestellt und kein engagiertes Team für die Arbeit an dem Projekt zusammengestellt.
Anthropic sagte Anfang dieser Woche, dass die Nachfrage nach seinem künstlichen Intelligenzmodell Claude im Jahr 2026 zunimmt und das Unternehmen in diesem Jahr einen Jahresumsatz von über 30 Milliarden US-Dollar erwartet, gegenüber etwa 9 Milliarden US-Dollar Ende 2025.
Anthropic verwendet eine Vielzahl von Chips, darunter Tensor Processing Units (TPUs), die von Alphabets Google entwickelt wurden, und Chips von Amazon, um seine Software für künstliche Intelligenz und seinen Chatbot Claude zu entwickeln und auszuführen.
Anfang dieser Woche unterzeichnete Anthropic eine langfristige Vereinbarung mit Google und Broadcom, die bei der Entwicklung von Googles TPU helfen wird. Die Vereinbarung baut auf der Zusage von Anthropic auf, 50 Milliarden US-Dollar in die Stärkung der US-amerikanischen Computerinfrastruktur zu investieren.
Die Gespräche von Anthropic spiegeln ähnliche Bemühungen großer Technologieunternehmen wie Meta und OpenAI wider, die ihre eigenen KI-Chips entwickeln wollen.
Branchenquellen zufolge kann die Entwicklung eines fortschrittlichen KI-Chips rund 500 Millionen US-Dollar kosten, da Unternehmen qualifizierte Ingenieure einstellen und Geld investieren müssen, um sicherzustellen, dass es im Herstellungsprozess keine Mängel gibt.
