Porsche North America will in den USA mehr als 40.000 Hybrid- und Elektrofahrzeuge zurückrufen, da bei Ladekabeln die Gefahr einer Überhitzung und eines Brandes besteht. Porsche North America reichte einen Antrag bei der US-amerikanischen National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) ein und kündigte an, 41.345 Fahrzeuge, darunter seinen vollelektrischen Sportwagen Taycan, zurückzurufen.

Bei Verwendung eines 220-V-/240-V-Steckers zum Laden eines Fahrzeugs mit 100-prozentiger Ladeeinstellung kann es sein, dass einige Haushaltssteckdosen Schwierigkeiten haben, den vom Ladesystem benötigten Strom zu verwalten, was zu einer Überhitzung der Steckdose oder des Ladekabels führen kann. Das Unternehmen wies darauf hin, dass dies die Brandgefahr erhöhen könnte.

Porsche hat Besitzer angewiesen, die Verwendung kompakter/tragbarer 220-V-/240-V-Ladekabel zu vermeiden. Stattdessen sollten sie sich für ein 110-V-Heimladekabel entscheiden oder eine öffentliche Ladestation nutzen.

Als Lösung stellen Porsche-Händler kostenlos neue 220-V-/240-V-Kompakt-/tragbare Ladekabel mit integrierten Temperatursensoren zur Verfügung. Restaurierungsteile werden voraussichtlich ab Mitte 2024 verfügbar sein.

Porsche wurde erstmals im Dezember 2020 auf das Problem der Kabelüberhitzung aufmerksam. Um das Problem zu beheben, nahm das Unternehmen Softwareänderungen vor, die die Standardladekapazität um 50 % reduzierten. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Änderungen das Überhitzungsproblem nicht beheben konnten, was zu einem Rückruf führte. Bisher hat das Unternehmen aufgrund dieses Problems 110 Fälle von Ausfällen beim Aufladen von Mobiltelefonen festgestellt.

Zu den zurückgerufenen Modellen gehören neben verschiedenen Versionen des Taycan auch Cayenne E-Hybrid, Cayenne TurboE-Hybrid, Cayenne TurboSE-Hybrid, Panamera4E-Hybrid, Panamera4SE-Hybrid und PanameraTurboSE-Hybrid.