Google hat kürzlich eine neue KI-Funktion zum Üben von Sprechübungen für seinen Übersetzungsdienst eingeführt, um Nutzern dabei zu helfen, die Aussprache zu korrigieren und ihre mündlichen Ausdrucksfähigkeiten beim Erlernen von Fremdsprachen zu verbessern. Dieses Tool namens „Ausspracheübung“ analysiert die Stimme des Benutzers und gibt in Echtzeit Verbesserungsvorschläge, sodass Lernende gezielte Übungen innerhalb der App absolvieren können, bevor sie den Mund für echte Gespräche öffnen.

Diese Funktion schlüsselt die Aussprache des Benutzers sorgfältig auf und präsentiert sie in Form phonetischer Symbolaufforderungen, die dem Pinyin-Stil nahe kommen. Dadurch können Lernende die korrekte Aussprache intuitiver verstehen und „Ihnen so die Chance geben, wirklich richtig zu üben“. Es wird davon ausgegangen, dass dieses Design gewisse Ähnlichkeiten mit dem Ausspracheübungsmodul in der Sprachlernanwendung Duolingo aufweist, bei denen beide den Schwerpunkt auf die Stärkung des mündlichen Trainings durch sofortiges Feedback legen.

Derzeit wurde die Ausspracheübungsfunktion von Google Translate auf Android-Clients in den USA und Indien eingeführt und unterstützt Englisch, Spanisch und Hindi. Google hat noch nicht bekannt gegeben, wann die Funktion auf weitere Regionen ausgeweitet wird und auch nicht, ob und wann sie auf der iOS-Plattform landen wird.

Dieses Update ist auch Teil einer Reihe von Aktivitäten zum 20. Jahrestag der Einführung von Google Translate. Google sagte, dass „Ausspracheübungen“ eine der von Nutzern am häufigsten nachgefragten Funktionen sei. Das Unternehmen hofft, mithilfe der neuen Generation der KI-Technologie Übersetzungstools nicht nur in die Lage zu versetzen, „Texte zu verstehen“, sondern den Benutzern auch wirklich dabei zu helfen, „authentischer zu sprechen“. Offiziell veröffentlichte Daten zeigen, dass derzeit jeden Monat mehr als eine Milliarde Nutzer Google-Übersetzungsdienste nutzen und Google über Produkte wie Translate, Search, Lens und Circle to Search jeden Monat etwa eine Billion Wörter an Übersetzungen verarbeitet.

Mit der Weiterentwicklung generativer KI und Spracherkennungstechnologie beginnen immer mehr Sprachlern- und Übersetzungsanwendungen, „Aussprachekorrektur“ und „Sprechübungen“ in ihre Kernfunktionen einzubeziehen. Analysten gehen davon aus, dass die Hinzufügung von Ausspracheübungen zu seinen Übersetzungsprodukten durch Google nicht nur dazu beitragen wird, seine Dominanz im Bereich der mehrsprachigen Tools weiter zu festigen, sondern auch darauf hindeuten, dass das traditionelle „Wortlesen“-Übersetzungserlebnis seine Entwicklung hin zu einer Umgangssprache beschleunigt, die realen Kommunikationsszenarien näher kommt.