Das chinesische Generalkonsulat in Niigata zitierte die Zeitung Fukushima Minpo mit der Meldung vom 28. April, dass bei drei in den Städten Nihonmatsu und Sukagawa in der Präfektur Fukushima gefangenen Wildschweinen ein übermäßiger Gehalt an radioaktivem Cäsium festgestellt worden sei. Es versteht sich, dassDer Gehalt an radioaktivem Cäsium in den drei Wildschweinen überstieg den japanischen Lebensmittelstandardgrenzwert von 100 Bq/kg, genaue Werte wurden jedoch nicht bekannt gegeben..
Am 11. März 2011 ereignete sich im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi ein schweres nukleares Leck, bei dem eine große Menge radioaktiver Stoffe (einschließlich Cäsium-137, Cäsium-134 usw.) in die Atmosphäre und ins Wasser gelangte.
Radioaktives Cäsium diffundiert durch atmosphärische Ablagerungen und Wasserströmungen und verbleibt lange Zeit im Boden der Präfektur Fukushima. Die Halbwertszeit von Cäsium-137 beträgt etwa 30 Jahre, was bedeutet, dass es Hunderte von Jahren dauert, bis es vollständig zerfällt.
Die Pilze, Regenwürmer, unterirdischen Knollen und andere Organismen, die Wildschweine gerne fressen, nehmen aktiv Cäsium im Boden auf und reichern es an, wodurch radioaktive Substanzen über die Nahrungskette angereichert werden.
Die Allesfressergewohnheiten und die lange Lebensdauer des Wildschweins (bis zu 10 Jahre) machen es zu einem idealen „Lagerbehälter“ für radioaktives Cäsium. Die Radioaktivität im Körper steigt immer weiter an und nimmt dann langsam ab.
Neben Wildschweinen haben auch Wildtiere wie Bären, Hirsche und Vögel einen radioaktiven Überschuss festgestellt und so eine „radioaktive biologische Kette“ gebildet. Die Verschmutzung ist bereichsweise verteilt und die Radioaktivität des Bodens variiert in den verschiedenen Gebieten stark, was zu einer ungleichmäßigen Kontamination der Wildtiere führt.
